Eine Baustelle mit Überraschungen
Das Geschäftshaus „Am Stadtgraben 2“ in Rosenfeld soll im Frühjahr bezugsfertig sein
Rosenfeld, 08.09.2010 von Rosalinde Conzelmann
Die örtliche Baufirma Ernst Mayer, die von Klaus Mayer geleitet wird, tritt nicht nur als Investor auf, sondern erstellte auch den Rohbau. Vor Baubeginn waren Abrissarbeiten notwendig: Für das neue Geschäftshaus musste die ehemalige „Krone“, ein baufälliges, heruntergekommenes, leer stehendes Gebäude, weichen. Der Aufbau des neuen Wohn- und Geschäftshauses „Am Stadtgraben 2“ ist ebenso wie die im Sommer fertig gewordene Sanierung des denkmalgeschützten „Ursulahauses“ ein Kernstück der Stadtsanierung. Beide Gebäude verbindet eine gemeinsame Tiefgarage. Bereits letztes Jahr brachte der Gemeinderat die beiden Großprojekte auf den Weg.
Nicht nur der lange, strenge Winter bremste die Rohbauarbeiten aus, es gab auch einige weitere Verzögerungen, mit denen weder der Rottweiler Planer Manfred Ettwein noch der Rosenfelder Bauunternehmer gerechnet hatten. So musste zum Beispiel die Balinger Straße unterfangen werden. „Die Baustelle liegt direkt an der Balinger Straße und am Stadtgraben, das sind halt keine Bedingungen wie bei einem normalen Hausbau“, sagt der Bauunternehmer, der aber trotzdem „gerne auf diese Überraschungen verzichtet hätte“. Er habe die Stadt und die Sparkasse als zukünftige Bewohner bereits im Sommer über die Verzögerung informiert.
„Beide zeigten Verständnis“, so Mayer, der nun zuversichtlich nach vorne blickt, „schließlich haben wir die große Unbekannte Rohbau hinter uns“. Der weitere Zeitplan ist exakt terminiert, die Handwerker, die überwiegend aus der Stadt kommen, sind bestellt und werden sich die Klinke in die Hand geben.
Am Freitag werden die Zimmerleute das Dach aufrichten, vier Wochen später kommen die Fensterbauer und zum Ende des Jahres kann der Innenausbau beginnen. Die Heizungsbauer haben bereits angefangen. Mayer ist sich sicher, „dass das Gebäude im März 2011 bezugsfertig ist“.
„Der Stadtgraben 2“ wird eine noble Wohnadresse direkt neben dem Rathaus und wertet die historische Altstadt auf. Es ist vorgesehen, dass das Stadtarchiv das Untergeschoss bekommt. Das komplette Erdgeschoss ist für die Bankfiliale der Sparkasse Zollernalb reserviert, die innerhalb der Stadt umziehen wird. Über der Bank in den beiden Obergeschossen entstehen insgesamt fünf Wohnungen, die der Investor noch vermarkten will.
