Kraft und Kondition sollen die Körpergröße kompensieren

Burladingen, 02.09.2010 von Marcel Schlegel

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Am 25. September starten die Volleyballerinnen des TSV Burladingen in die neue Regionalliga-Saison. Coach Philipp Kurz freut sich über einen hochkarätigen Zugang, bleibt bei der Zielsetzung aber bescheiden.

Nur der Klassenerhalt könne das Ziel sein, sagt Philipp Kurz. Und der Trainer des Burladinger Regionalligisten ist optimistisch, dieses Vorhaben auch in die Tat umsetzen zu können. „Klar, schwer werden wir es immer haben“, sagt er: „Aber ich glaube, dass der Ligaverbleib absolut realistisch ist.“

Auch, oder gerade weil die Equipe aus dem Fehlatal komplett zusammen geblieben ist und sich Kurz in der Sommerpause über einen hochkarätigen Neuzugang freuen durfte: Die Zweitliga erfahrene Nadine Matthis schloss sich dem TSV an. „Eine absolute Bereicherung“, findet ihr neuer Trainer: „Sie gehörte jener Mannschaft der Allianz Volley Stuttgart an, die 2008 den Aufstieg in die Bundesliga geschafft hat.“ Danach sei Matthis volleyballerisch indes kürzergetreten, jetzt steigt die Ex-Stuttgarterin beim Burladinger Drittligisten wieder in den Ligabetrieb ein.

Eine zweite Spielerin hat der TSV-Übungsleiter auch schon an der Angel. „Wir sind noch dran. Es ist allerdings noch nichts spruchreif“, will Kurz deshalb noch keinen Namen nennen. Eine Personalie bereitet dem langjährigen Burladinger Coach indessen noch Sorgen. Hinter dem Verbleib von Claudia Dietrich stehe noch ein Fragezeichen. „Das hängt davon ab, wo sie einen Studienplatz bekommt“, erklärt der Trainer, der aber optimistisch ist, dass Dietrich weiterhin für den TSV baggern und pritschen kann.

Seit dem 9. August befinden sich die Kurz-Mädels wieder im Training, der Coach ist mit dem Leistungsstand seiner Truppe äußerst zufrieden. „Das allgemeine Befinden der Mannschaft ist sehr gut“, verrät er, „die Mädels haben in der trainingsfreien Zeit selbst an sich gearbeitet – auf dem Beachvolleyball-Platz etwa.“

Um das nötige körperliche Niveau zu erreichen, legt Kurz den Fokus im Training auf die Bereiche Kraft und Kondition: „Auch Spielformen lasse ich immer mal wieder einfließen, damit sich die Mädels wieder an den Ball gewöhnen.“ Wenn der TSV-Trainer seine Volleyballerinnen auf dem richtigen körperlichen Stand sieht, könne man auch die ersten Testspiele angehen, erklärt Kurz: „Wir befinden uns in der glücklichen Lage, dass wir im eigenen Verein über gute Teams verfügen, gegen die sich ein Vorbereitungsspiel allemal lohnt.“

Am 25. September starten die Kurz-Mädels mit dem Heimspiel gegen den FT 1844 Freiburg in die neue Runde. Anschließend gastiert der SSV Ulm 1846 in der neuen Burladinger Halle – zwei machbare Heimaufgaben, glaubt zumindest Kurz: „Freiburg haben wir in der Vorsaison auswärts geschlagen und mit Ulm spielen wir seit jeher auf Augenhöhe.“ Dennoch: „Nach diesen beiden Spielen wissen wir, wo wir stehen.“ Zunächst gelte es sich – wie in der vorigen Saison, als die Fehlatälerinnen im Gesamtklassement Siebte wurden – von den Plätzen neun und zehn fern zu halten, die auch in der neuen Runde den Abstieg bedeuten. Und Kurz sieht seine Truppe dafür gewappnet. „Die Liga ist ausgeglichener geworden“, glaubt er: „Es gibt keine Mannschaft wie den letztjährigen Meister Villingen mehr, der einfach zum Titel spaziert ist.“

Erneut qualifiziert sich der Regionalliga Süd-Meister für das Aufstiegsturnier zur 2. Liga und die letzten beiden Mannschaften steigen ab. Auf den übrigen Rängen kommt es in der neuen Saison zu einer Änderungen. „Die ersten Vier qualifizieren sich für die neu eingeführte 3. Liga Süd“, berichtet Kurz, „der Rest bleibt in der Regionalliga.“ Das erklärte Ziel des TSV – und dafür müsse man sich auf die eigenen Stärken besinnen.

„Das Team ist äußerst homogen“, zählt er die Vorzüge der Fehlatälerinnen auf: „Die Mädels verstehen sich untereinander gut, sind trainingseifrig und technisch sehr gut ausgebildet.“ Wo liegen dann die Schwächen der Burladingerinnen? „In der mangelnden Körpergröße“, antwortet Kurz, „aber da hilft auch der beste Trainingseifer nicht.“

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