Hexenringe und Anekdoten

Vorletzte ZAK-Sommertour führte bei kühlem Wetter über Wald und Wiese

Albstadt-Ebingen, 01.09.2010 von Helen Weible

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Nebelschwangere Luft verschleierte oftmals die Sicht auf die Umgebung, doch Alb-Guide Axel Mayer hatte viele interessante Informationen für die rund 60 Wanderer bei der vorletzten ZAK-Tour parat.

Das nasskalte Herbstwetter hielt die rund 60 Wandersleute nicht ab, der Einladung von Stadt Albstadt und ZOLLERN-ALB-KURIER zur vorletzten ZAK-Wanderung nachzugehen. Die eineinhalb-stündige Rundwanderung auf Wald- und Wiesenwegen startete diesmal in Tailfingen. Vom Ausstellungsgebiet bei Langenwand führte der Wiesenweg über die „Schöne Eggert“ durch die Fichtenwälder des Lerchenfelds bis zum Paradiesgärtle und über den Kornberg wieder zurück. Als die Wandergemeinschaft nach halber Strecke beim sagenumwobenen Paradiesgärtle ankam, lüftete sich sogar für einen Moment der Nebelvorhang und gab wie bestellt die traumhafte Sicht ins Eyachtal, auf Margrethausen und Hossingen frei.

Alb-Guide Axel Mayer machte häufig Halt und erzählte den mit Regenschirmen bewehrten Teilnehmern Wissenswertes zur Pflanzenwelt und spickte seine geschichtlichen Informationen zu umliegenden Ortschaften stets mit unterhaltsamen Anekdoten. Aufmerksam und schmunzelnd lauschte die Gemeinschaft seinen Worten und vergaß schnell die Kälte und den rauen Wind.

Der Alb-Experte wies auf viele Kleinigkeiten hin: so versteckte sich ein Bänkle unter einer großen Wandelfichte; das wohl einsamste Bänkle Albstadts. Nicht jedem geläufig war bestimmt auch der Ursprung der Geisterfichte, die ihre Arme wahrlich schaurig in den Wald streckte. Ein kleines Insekt, die Fichtenblattwespe, erklärte Axel Mayer, sei dafür verantwortlich, dass die frisch sprießenden Asttriebe seitlich wüchsen. Von der Kornberger Wacholderheide kommend an einer weidenden Schafherde vorbei, gab der Alb-Guide Aufschluss über die mysteriösen Grasringe, die auf der Wiese zu erkennen waren. Die sogenannten „Hexenringe“ entstehen durch das Wuchern eines Pilzes, der das Gras höher und grüner wachsen lässt. Harzige Finger gab es beim Anfassen eines echten Weißtannenzapfens, den der kundige Wanderführer aus der Tasche zauberte. Auch wenn es die Wetterfee wieder nicht so gut gemeint hatte, gelohnt hat es sich für die Teilnehmer allemal.

Das Team der Stadtverwaltung empfing die Hungrigen am Ausgangspunkt wieder mit würziger Wurst, Brot und Senf sowie Äpfeln und Bananen. Die flüssige Stärkung kam wie gewohnt von der Imnauer Fürstenquelle, von Saft-Stingel aus Weilstetten sowie der Rosenfelder Lehner-Brauerei.

Nächsten Montag, 6. September um 17.30 Uhr findet die letzte ZAK-Wanderung statt und bildet den Abschluss der fünften Auflage der Wanderserie. Die Tour durch den naturbelassenen Bannwald im Naturschutzgebiet Untereck war wegen starkem Regen am ersten Montag im August abgesagt worden und wird nun nachgeholt. Vom Laufener Sportplatz aus geht es mit Alb-Guide Richard Renz durch faszinierende, unberührte Natur.

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