Käß im Pech: Sturz nach wenigen Metern

Der Rangendinger wird im Weltcup-Finale 36.

Windham, 01.09.2010

Mountainbiker Jochen Käß aus Rangendingen-Bietenhausen hat das letzte Weltcup-Rennen der Saison in Windham im US-Bundesstaat New York nach großem Pech am Start auf dem 36. Rang beendet.

Schlechter hätte das Weltcup-Finale für Jochen Käß gar nicht beginnen können. Bereits nach 300 Metern kam dem Bietenhausener ausgerechnet der Neustädter Wolfram Kurschat in die Quere und bevor das Rennen richtig begonnen hatte, lag Käß schon am Boden. Kurschat war von einem anderen Konkurrenten touchiert worden. „Ich lag dann ganz unten und bevor ich weiter fuhr, musste ich erst mal meinen Lenker richten lassen“, erzählte Käß.

Das Schlussmotorrad wartete bis der Multivan-Merida-Biker das Rennen an letzter Position mit etwa einer Minute Rückstand auf den Vorletzten wieder aufnehmen konnte. Die atemlose Aufholjagd des Deutschen Vizemeisters endete schließlich auf dem 36. Platz, mit 9:34 Minuten Rückstand auf den Tschechen Jaroslav Kulhavy, welcher sich nach 1:39:25 Stunden seinen ersten Weltcup-Sieg sicherte und dabei gleich vier Schweizer knapp hinter sich ließ. „Ich musste natürlich permanent überholen, auch dann vorbeiziehen, wenn man das eigentlich nicht machen würde. Klar, dass es mir am Schluss den Stecker gezogen hat“, berichtete der 29-Jährige.

In den letzten beiden von sechs Runden am alpinen Hang des Windham Ski-Resort wurde Käß zwar langsamer, dennoch verbesserte er sich um weitere vier Positionen. „Den Umständen entsprechend bin ich ganz zufrieden. Ich denke, meine Form ist ganz gut und ich bin guter Dinge für die Weltmeisterschaft am Samstag. Ich habe versucht mir nicht ganz den Zahn zu ziehen, wollte aber durchfahren um noch einmal eine Rennbelastung zu haben“, verriet der Bietenhausener.

Im kanadischen Mont Sainte Anne will er am Samstag dann ein Rennen ohne „Starthandicap“ zu Ende bringen. Der 29-Jährige hofft auf eine Platzierung unter den besten 20, vielleicht auch die Verbesserung seiner bisherigen Bestleistung bei einer WM, dem 19. Rang, den Käß 2006 erreichte.

In Windham war Manuel Fumic als 13., mit 3:15 Minuten Rückstand auf Gewinner Kulhavy, bester Deutscher. Doch auch Fumic hatte Pech: Der Kirchheimer lag über mehr als die halbe Distanz in der Spitzengruppe, als ihm in der vorletzten Runde der Sattel seines Bikes brach. Erst nach rund vier Kilometern konnte er seinen Sitzplatz tauschen, doch das mögliche Top-Ten-Ergebnis war für Fumic dann nicht mehr zu erreichen.

Die Führung in der Gesamtwertung sicherte sich erstmals Weltmeister Nino Schurter aus der Schweiz mit Rang zwei, nachdem sein größter Konkurrent, Olympiasieger Julien Absalon (Frankreich), gleich in der ersten Runde einen Defekt hatte. Manuel Fumic klassierte sich als bester Deutscher auf dem achten Platz, Wolfram Kurschat wurde 14., während Käß in der Endabrechnung von Platz 17 auf Rang 23 zurück fiel.

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