Schätze der Luftfahrt begeistern

Immer wieder ein Publikumsmagnet: Tausende beim Flugplatzfest auf dem Degerfeld

Schätze der Luftfahrt begeistern

Albstadt-Ebingen, 30.08.2010 von gelöscht

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Flugkunst in höchster Präzision, Schätze der Luftfahrt und glänzender Chrom an Oldtimern – das Flugplatzfest auf dem Degerfeld ließ keine Wünsche offen und wurde zu einem großen Familienfest.

Regen mit einer nebelverhangenen Alblandschaft, so begann der Samstag. „In einer Viertelstunde scheint auf dem Degerfeld die Sonne, wir wollen das ganze Programm durchziehen“, so ein zuversichtlicher Markus Maag um die Mittagszeit.

Der Vorsitzende des Luftsportverein (LSV) Degerfeld zeigte sich zuversichtlich – und sollte am Ende recht behalten. Das Wetter war geradezu prädestiniert für einen Besuch beim zweitägigen Flugplatzfest, doch ohne Jacke oder Pullover ging es heuer nicht. Der LSV bot einen lebendigen Einblick in die Facetten des Luftsports und die Geschichte der Fliegerei, wartete mit einem abwechslungsreichen Programm auf.

Hinter der Veranstaltung steht ein riesiger logistischer Aufwand. Polizei, Feuerwehr, DRK, Genehmigungen vom Luftfahrt-Bundesamt, Regierungspräsidium, Landratsamt und Stadt sind dafür notwendig. Der LSV hat rund 250 Mitglieder, von diesen sind 120 als Piloten aktiv. Auch wird ein großer Aufwand betrieben, um vor allem Jugendlichen das Segelfliegen günstig finanzierbar zu machen.

Einen großen Teil der Flugvorführungen gestaltete der Veranstalter mit seinen Piloten an beiden Tagen selbst. Beeindruckender Segelkunstflug, untermalt mit wunderbarer Musik, oder Motorkunstflug vom Feinsten, was den Besuchern immer wieder Applaus entlockte. Fachmännisch moderierte von Peter „Pit“ Kerndl, unterstützt von Uwe Nestle. Zu den nicht alltäglichen und außergewöhnlichen Attraktionen gehörte die Antonow AN2, der größte Doppeldecker der Welt, welche laufend zu Rundflügen im feinen weißen Ledersessel startete wie auch Hubschrauber.

Höhepunkt war am Samstag der Besuch der Jagdmaschine Me 109 „Rote 7“. Um 15.45 Uhr in Manching bei München mit Pilot Klaus Plasa gestartet, schon 20 Minuten danach war die mit hängendem 1475 PS starken Zwölf-Zylinder-Motor mit ihren Flugkünsten am Albstädter Himmel zu sehen, zu erleben und zu genießen. Zu Besuch war ebenso eine T6 mit Pilot Dietmar Eger aus Zepfenhan. Die Yak3U, von Pilot Marc Mathis geflogen, zog ebenso die Blicke auf sich. Zum Magneten wurden die Oldtimer als eine der größten internationalen Schauen mit bis 400 zwei- oder vierrädrigen Fahrzeugen aus Süddeutschland und dem benachbarten Ausland.

Es war bereits das 20. Treffen seiner Art auf dem Degerfeld. Am Samstagabend musste wegen zu erwartenden Windböen die Heißluftballonwettfahrt abgesagt werden.

Schön war´s ...

... aber die immer wieder kehrenden, fast schon herablassend klingenden Bitten des genervten Moderators, man möge doch bitte die Motoren der Oldtimer ausschalten, ging mir wirklich auf die Nerven! Zumal meistens gar kein Motor an war! Ich verstehe nicht, warum Oldtimer geladen werden, wenn sie dann doch als eher "lästig" hingestellt werden.
Patricia am 31.08.2010 08:05:40

me 109

wäre gerne hingegangen u die 8 eur bezahlt aber eine me 109 am himmel in 1000 m hoehe ist fuer mich witzlos ich bäue flugmodelle aus dem 2. weltkrieg und hätte diese maschine gerne aus der nähe gesehen schade fuer mich und wahrscheinlich auch fuer den flugverein wegen der einnahmen
joachim lorch am 30.08.2010 19:58:46

Bravo, ein toller Höhepunkt

Nur in einer Stadt, in der Plätze nach prominenten Nationalsozialsiten benannt werden, kann der Überflug einer Messerschmitt 109 im Jahre 2010 der Höhepunkt einer Flugveranstaltung sein.
J.P. Tossolini am 30.08.2010 11:54:02

Antwort auf Bravo, ein toller Höhepunkt

Die Messerschmitt 109 war wohl nicht als politisches Statement eingeladen, sondern weil sie ein bekanntes und interessantes Luftfahrzeug ist. Schließlich war auch eine russische Maschine da (und letztes Jahr eine amerikanische P51). Schade, dass es immer noch Leute gibt, die sowas als Anlass zum Stänkern sehen.
Igor am 31.08.2010 08:19:57

Antwort auf Antwort auf Bravo, ein toller Höhepunkt

Nicht alles, was „bekannt“ und „interessant“ ist, ist auch gut. Bedauernswert finde ich es allerdings, dass es Leute gibt, die es immer noch nötig haben, Überflüge von Kriegsflugzeugen des 3. Reiches als Höhepunkt von Flugveranstaltungen zu inszenieren.
J.P. Tossolini am 31.08.2010 11:20:31
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