„Man entdeckt Strecken, die quasi vor der Haustür liegen“

Sparkasse Trans Zollernalb: Steffen Leimgruber trainiert lieber nach Bauchgefühl als nach einem starren Trainingsplan

Hechingen, 27.08.2010 von Zora Bombach

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Am 17. September startet die Sparkasse Trans Zollernalb. In loser Serie begleiten wir fünf Teilnehmer bei ihren Vorbereitungen für das dreitägige Etappenrennen, heute Steffen Leimgruber. Der Hechinger trainiert derzeit im Vinschgau.

Vergangenes Jahr erreichte Steffen Leimgruber seinen vorerst größten Erfolg: Der Hobby-Mountainbiker aus Hechingen fuhr den Albstadt-LBS-Bike-Marathon in vier Stunden und einer Minute. „Das war meine absolute Bestzeit“, freut er sich. Sukzessive hatte er sich von 4:50 Stunden im Jahr 2005 auf seine Bestzeit gesteigert. Noch beim ersten Mal wollte er „einfach nur mitfahren, dann aber war ich vom MTB-Virus infiziert“, erinnert sich der 26-Jährige.

Dabei war das Mountainbiking anfangs nur eine Alternative zum Vereinsfußball. „Mein Vater ist begeisterter Mountainbiker und hat mich drauf gebracht“, sagt Leimgruber. Mittlerweile ist es sein größtes sportliches Hobby, sich über Stock und Stein zu quälen. Die Trans Zollernalb kommt ihm da gerade recht. „Ein solches Etappenrennen reizt mich schon lange“, erklärt Leimgruber seine Motivation. Schon oft hatte er sich überlegt, einmal bei der Trans Alp mitzufahren. „Ich war mir aber nicht sicher, ob ich das packe: eine Woche lang auf dem Sattel.“. Die Trans Zollernalb hingegen hat ihn überzeugt: „Die drei Tage sind ein optimaler Einstieg in die Etappenrennen, man muss nicht extra Urlaub nehmen und entdeckt auch noch MTB-Strecken, die quasi vor der Haustüre liegen“, zählt er die Vorzüge des anspruchsvollen Wettbewerbs auf.

Leimgruber hat sich für sein allererstes Etappenrennen auch keine Platzierung als Ziel gesetzt, obwohl es „im vorderen Drittel schön wäre“. „Ich will einfach nur gut durchkommen, mich nicht stressen lassen und nebenbei die schöne Strecke genießen“, betont er. Gerade bei der hohen Leistungsdichte, die die Trans Zollernalb schon im Vorfeld verspricht, sei die Konkurrenz gut vorbereitet. „Da nützt es nichts, wenn man sich zu hohe Ziele steckt und sich dadurch unter Druck setzt“, weiß der 26-Jährige.

Beim Trainingsplan verfolgt er eine ähnliche Philosophie. „Mittlerweile fahre ich mehr nach Bauchgefühl als nach Zahlen“, meint der gelernte Bankkaufmann. „Ich habe mich in den vergangenen Jahren mit einem Trainingsplan vorbereitet, konnte den dann aber wegen meines Jobs nicht immer durchziehen“, erklärt er den Sinneswandel. Um Grundkondition aufzubauen, geht es aber dennoch jedes Frühjahr für zwei Wochen ins Trainingslager: „Mit dem Rennrad starte ich in die Saison, danach steigere ich mich nach und nach auf dem Mountainbike“. So kommen im Schnitt immerhin 150 Kilometer pro Woche zusammen.

Wichtig für den begeisterten Sportler ist es, möglichst regelmäßig zu trainieren. „Und trotzdem sollte man sich immer bewusst machen, dass Hobby und Job nicht leicht zu vereinen sind“, mahnt Leimgruber. Sonst fahre man zu verbissen. „Lieber nach Lust und Laune fahren“, meint er. „Und anstatt einmal knallhart drei Stunden zu trainieren sollte man sich lieber dreimal zu einer etwas gemütlicheren Feierabendrunde zwingen“, erklärt er lächelnd.

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