Hasenkampf lässt Gallinaro kalt
Landesliga: Frommern trifft im ersten Heimspiel der Saison auf Biberach
Balingen, 20.08.2010 von Marcel Schlegel
Ganz ungelegen scheint Fabio Gallinaro das Aussetzen am zweiten Spieltag gar nicht gekommen zu sein. Ohnehin fehlten Frommerns Spielertrainer in den vergangenen Wochen einige Akteure, die im heutigen Abschlusstraining wieder allesamt an Bord sein werden. Torjäger Ali Tzeichoun etwa, der zum Auftakt noch fehlte, ist wieder aus dem Urlaub zurückgekehrt – ebenso dessen neuer Sturmpartner Joso Zupan. Personell kann Gallinaro morgen daher beinahe aus dem vollen Schöpfen. Nur auf Mittelfeldmann Steffen Hölle, der noch an einer Zehenverletzung laboriert, muss der 34-Jährige noch gut zwei Wochen verzichten. Dass der TSV-Trainer der morgigen Heimaufgabe recht gelassen entgegen blickt, hängt insbesondere mit dem starken Auftritt seiner Elf beim 5:0- Auftaktsieg in Stetten zusammen. „Das war ein Sechs-Punkte-Spiel, das wir gewinnen mussten“, blickt Gallinaro zurück: „Hätten wir diese Partie verloren, würden wir der Konkurrenz nun enorm hinterher hinken.“ So aber kam die spielfreie Zeit den Frommernern gelegen. Und auch vor dem morgigen Gegner ist Gallinaro nicht bange. „Ich habe Biberach zuletzt bei deren 2:1-Sieg gegen Stetten beobachtet“, sagt der Coach – und fügt hinzu: „Das bekommen wir hin.“ Sich an der Riss zumindest einen Zähler zu ergattern, könne zwar bereits als Erfolg verbucht werden, sei aber trotz alledem auch „durchaus realistisch“, findet Gallinaro: „Biberach ist eine ausgeglichene Mannschaft. Sie spielen recht gut nach vorne. Da müssen wir in der Defensive aufpassen.“
Ins offene Messer laufen werde der TSV dem Favoriten und Tabellenvierten aus der Vorsaison jedenfalls nicht. „Wir wollen in diesem Jahr eine defensivere Grundausrichtung wählen, den Gegner erst einmal kommen lassen“, gibt Gallinaro taktische Marschrouten preis: „In der Bezirksliga mussten wir das Spiel machen, jetzt machen wir das andersherum.“ Die Null halten sei zunächst das Ziel, „um dann Nachlässigkeiten des Gegners zu bestrafen“.
Doch dazu muss zunächst einmal die eigene Abwehr stehen. Gerade in der Defensive der Schwarz-Gelben sorgte Neuzugang Patrick Stecher gegen Stetten hervorragend für Ordnung. Auch deshalb lasse ihn Biberachs Angreifer Viktor Hasenkampf kalt. „Sonderbewachung gibt es für ihn jedenfalls nicht“, kommentiert Gallinaro die starke Bilanz des FVB-Angreifers von vier Toren aus zwei Spielen.
Trotz des mit zwei Siegen optimalen Saisonstarts der Elf von FVB-Trainer Dietmar Hatzing, suchen die Rissstädter noch nach ihrer Form. Dem knappen Stetten-Erfolg ging ein 3:1-Sieg gegen die TSG Ehingen voraus. Beide Male machte sich der Abgang des früheren FVB-Regisseurs Tzafer Moustafa bemerkbar, der in der Sommerpause zu Türkspor Blaubeuren gewechselt war. Auch ein Grund, warum die Hatzing-Elf in ihren bisherigen beiden Auftritten nicht glänzen konnte. Und dies, obwohl es für den FVB bislang „nur“ gegen Aufsteiger ging. Auch Frommern ist ja so einer. Doch an Neuling Nummer drei werde Biberach scheitern, grinst Gallinaro.
