Ein neuer Glanz im Eyachbad

Stadtwerke Balingen lassen Becken, Flachdach und Sauna umfangreich sanieren

Balingen, 19.08.2010 von Klaus Irion

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In mehreren Bereichen saniert wurde das Balinger Eyachbad in den vergangenen zwei Monaten. Die Besucher werden davon aber nur einen Teil selbst sehen können. Der ZAK blickte hinter die Kulissen.

Gestern erhielten die Startblöcke im Balinger Eyachbad einen neuen Anstrich. Nebenan wurden die letzten Teilstücke der Beckenüberlaufroste eingebaut. Die bisherigen waren stark abgenutzt. Im Innenbereich blau, rund ums Außenbecken rot, sorgen die Roste für einen Farbtupfer, wenn die ersten Hallenbadbesucher am 6. September wieder in die Becken springen. „Das sind die letzten Arbeiten bevor unsere zweiwöchige Grundreinigung beginnt“, erklärt der leitende Schwimmmeister Rainer Schneider.

Begonnen hat alles bereits mit der sommerbedingten Schließung des Bades Anfang Juni. Flugs waren die ersten Handwerker im Haus, um das Eyachbad an etlichen Stellen zu sanieren. „Diese seit langem geplanten und sehr zeitintensiven Arbeiten waren eben auch der Grund, weshalb wir in diesem Sommer trotz kühler Witterung das Hallenbad nicht kurzfristig öffnen konnten“, bedauert Günter Mutscheller einerseits. Auf der anderen Seite ist der stellvertretende kaufmännische Leiter der Balinger Stadtwerke aber auch froh und zufrieden mit dem in den vergangenen acht Wochen Geleisteten.

Als besonders schwierig hatte sich die Überprüfung der gesamten Deckenaufhängungen und die Reinigung der hinterliegenden Lüftungsschächte entpuppt. „Die Handwerker hatten es hier mit einer abgehängten Holzdecke zu tun, die umfangreiche Sicherungsmaßnahmen erforderlich machte“, sagt Mutscheller. Er bescheinigte dem zuständigen Unternehmen eine hervorragende Leistung. Gleiches gelte aber auch für Schwimmmeister Schneider, der „sein“ Eyachbad ausgezeichnet in Schuss halte.

Und das nicht nur in den Bereichen, zu denen die Badbesucher Zugang haben, sondern auch in den riesigen Kellerräumen, die unter anderem die fünf großen Wasserfilter beherbergen. Der für das Schwimmerbecken notwendige Kohlefilter war bereits im Frühjahr saniert worden, jetzt im Sommer wurde bei den vier Sandfiltern das in die Jahre gekommene Filtermaterial komplett ausgetauscht, auf das auch in den kommenden zehn, zwölf Jahren die Wasserqualität den strengen Anforderungen entspricht.

Zufrieden sind aber nicht nur die Eyachbad-Verantwortlichen, einen Stock höher trifft man auf einen lächelnden Hardy Grotz, langjähriger Pächter der Eyachbad-Sauna. Das sah vor rund zwei Jahren noch etwas anders aus, als die Balinger Gemeinderäte weitreichende Eyachbad-Umbaupläne – Sauna inklusive – aus Kostengründen vorerst ad acta legten. Inzwischen aber ließen die Stadtwerke Ende 2009 zumindest die Biosauna erneuern. Und im Zuge der jetzigen Sanierungen wurde nicht nur das Flachdach über den Hallenbad-Umkleiden abgedichtet, sondern auch der darüber liegende Saunagarten erneuert. Mutschellers Fazit: „Der Saunabereich präsentiert sich wieder in einem ordentlichen und ansprechenden Zustand, der Saunagarten hat deutlich an Attraktivität gewonnen.“ Grotz selbst findet den Garten auch „toll, wenngleich für die Zukunft im gesamten Saunabereich natürlich Wünsche bleiben“.

Zwei Wünsche hat auch der leitende Schwimmmeister. „Vielleicht kann man ja in den kommenden Jahren doch den Bereich des Kiosk und der benachbarten Verzehrecke im Bad weiter aufwerten.“ Und dann wäre da noch die knapp 30 Jahre alte Elefanten-Rutsche ins Lehrschwimmbecken. „Sollte eines Tages ein neues Modell ins Auge gefasst werden, kann es aber nur unwesentlich größer sein als das jetzige, denn viel mehr Raum lässt uns das Gebäude nicht“, so Mutscheller.

 

 

Ein neues Kassensystem und höhere Eintrittspreise in der kommenden Hallenbadsaison

Neues Kassensystem Die Besucher des Balinger Eyachbads müssen sich künftig auf ein neues Kassensystem einstellen. Zwar wird der Automat weiterhin wie bisher Karton-artige Karten ausspucken, doch gibt es beim Kauf von Mehrfachkarten künftig nur noch ein einziges Exemplar, dass für den erneuten Besuch im Bad wieder mitgebracht werden muss. Bislang wurden beispielsweise beim Drücken der Zehnerkarten-Funktion, zehn Eintrittskarten ausgespuckt. Im Zuge der neuen Karten wurden auch an allen Umkleidekabinen-Schränken die Kartenschlösser ausgetauscht. Alte, störanfällige Schlösser sind dadurch von der Bildfläche verschwunden. In den ersten Wochen der neuen Hallenbad-Saison werden Bad-Mitarbeiter den Gästen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Sie werden auch alte Karten gegen neue eintauschen. Dies ausnahmsweise ohne Aufpreis, denn eigentlich ist das Badevergnügen künftig etwas teurer.

 

Eintrittspreise angehoben Der Balinger Gemeinderat hatte in einer April-Sitzung die neuen Hallenbad-Eintrittspreise festgelegt (in Klammer die bisherigen Preise): Einzelkarte Erwachsene 3,40 Euro (2,80 Euro); Einzelkarte Jugendliche bis 16 Jahre 1,70 Euro (1,40 Euro); Zehnerkarte Erwachsene 28 Euro (23 Euro); Zehnerkarte Jugendliche 14 Euro (11,50 Euro); 25-er-Karte Erwachsene 56 Euro (46 Euro); 25-er-Karte Jugendliche 28 Euro (23 Euro); 50-er-Karte Erwachsene 104 Euro (86 Euro); 50-er-Karte Jugendliche 48 Euro (40 Euro).

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