Die Profis kämpfen auf 180 Kilometern ums gelbe Trikot
Zollernalbkreis, 18.08.2010 von Zora Bombach
Hobby- und Lizenzfahrer kämpfen sich drei Tage lang Reifen an Reifen über die Zollernalb, vorbei an der Burg Hohenzollern oder den Plettenberg hinauf. Für die männlichen Profis geht es über die 180 Kilometer ums gelbe Trikot, die Damen treten für das weiß-pinke Dress in die Pedale. „Für die Wertungsklasse der Hobbyfahrer ist sogar ein eigenes Leadertrikot in Rot-Weiß für die Männer beziehungsweise in Pink-Weiß für die Damen ausgeschrieben“, ergänzt Organisator Stephan Salscheider.
Wer sich das Führungsdress verdienen will, muss ordentlich 'was in den Beinen haben: 2300 Höhenmeter haben die Mountainbiker zu bewältigen, verteilt auf drei anspruchsvolle Strecken. Die erste Etappe führt am Freitag, 17. September, über 50 Kilometer von Haigerloch über Bad Imnau nach Balingen. Unterwegs warten zwei Sprintwertungen auf die Sportler, die erste in Rosenfeld und die zweite in Geislingen. „Das ist für die Zuschauer wie für die Fahrer sehr interessant“, weiß Salscheider von der Straßberger Sportagentur Skyder. „Als MTB-Fan kann man hier problemlos ganz nahe an den Fahrern dran sein und sie anfeuern, ohne im Matsch rumzustapfen“, erläutert er die Vorzüge einer Sprintwertung im Ort. Für die Fahrer ist es vor allem eine Chance, um Punkte zu holen.
Auch bei der zweiten Etappe von Balingen nach Albstadt greift dieses Konzept: Die Sprintwertungen in Nusplingen und Meßstetten lockern das ständige Auf und Ab der 75 Kilometer langen Strecke auf. „Die Gemeinden und lokale Vereine sorgen bei jeder einzelnen Sprintwertung dafür, dass das Publikum bestens bewirtet ist“, betont Salscheider. Ein Moderator hält die Zuschauer außerdem auf dem aktuellsten Stand und versorgt sie mit Details zu den Fahrern.
Die vorerst letzte Sprintwertung erwartet die Fahrer am dritten Tag in Straßberg, auf der Strecke von Albstadt nach Hechingen. „Die Mountainbiker ziehen direkt am Rathaus vorbei“, erklärt Salscheider die Streckenführung. Verpflegungsstationen bei jeder Sprintwertung geben den Zuschauern die Möglichkeit, die Profis auch aus der Nähe zu betrachten. „Diese Kombination ist einmalig“, weiß Salscheider.
Zu bestaunen gibt es bei der Trans Zollernalb ein Fahrerfeld, das sich nicht nur aus heimischen Pedaleuren zusammensetzt – obwohl ein Großteil, nämlich etwa 80 Prozent der Teilnehmer, aus Deutschland kommt. Ein echter Lokalmatador hat sich bereits angemeldet: Volker Ordowski aus Weilen u. d. Rinnen.
Der Rest des Feldes setzt sich aus Fahrern aus dem europäischen Ausland zusammen. Viele Belgier und Norweger kommen auf die Alb, aber auch direkte Nachbarn wie die Schweiz und Österreich sind gut vertreten. Zusätzlich erwartet Salscheider nach der englischsprachigen Ausschreibungen noch weitere Anmeldungen. „Gerade die guten Lizenzfahrer aus Europa melden sich erst spät an“, erklärt er.
Logistisch gesehen können die Organisatoren maximal 500 Teilnehmer verkraften, denn der Leistungskatalog umfasst viele Punkte. „Wir müssen das Gepäck von A nach B bringen, die Übernachtung organisieren und für Verpflegung sorgen“, erläutert der Mann, bei dem die Fäden zusammenlaufen. Die Unterbringung erfolgt in Turn- und Festhallen, aber auch in Pensionen und Hotels. Erwartet werden für die Premiere im September 400 Fahrer. „Wir wollen gesund wachsen und vernünftig anfangen“, unterstreicht der Organisator.
