Werbung bis der Arzt kommt

14.08.2010 von Thomas Godawa

Ich weiß nicht sicher, ob ich schon zur „Generation plus“ gehöre, um die ständig geworben wird, unter anderem auch mit einer Messe in der Balinger Stadthalle. Aber ich bin klar Ü 50. So weit so gut. Noch muss ich nicht über Zipperlein klagen und ich versuche auch, mich weiterhin sportlich zu bewegen und das möglichst jeden Tag. In der Gruppe macht es natürlich noch mehr Spaß, wie ich bei der AH-Gymnastikgruppe des TSV Frommern erfahren durfte. Gesundheit ist ein wichtiges Gut. Sie wird in der Verfassung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert als ein Zustand vollständigen physischen, geistigen und sozialen Wohlbefindens, der sich nicht nur durch die Abwesenheit von Krankheit oder Behinderung auszeichnet. Nun gibt es selbstverständlich nicht bei jedem diesen Idealzustand. Da drückt es und zieht es . Also gibt es Hersteller, die mit ihren Mitteln dieses Drücken oder Ziehen beseitigen sollen. Aber gibt es denn tatsächlich nur diesen Aspekt für Ü 50 , der dann auch noch zur besten Werbezeit vor den Nachrichtensendungen ausgestrahlt wird, nämlich lesen was gesund macht, oder weniger müssen müssen oder gelenkig bleiben mit wasweißichwas. Da fühle ich mich einfach doch sehr reduziert auf wenige Aspekte. Und wenn ich sehe, was die Ü60 um mich herum noch so alles veranstalten, will mir dieses Werbeschema ganz und gar nicht einleuchten. Also muss es noch mehr geben als Werbung, bis der Arzt kommt.

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