Scheidls Wien rechts und links der Eyach

Knapp 200 Interessierte spazieren mit Heidrun Bucher-Schlichtenberger bei ZAK-Kunstführung

Balingen, 13.08.2010 von Klaus Irion

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Wie einst, Wien heute: Knapp 200 Kunstinteressierte erlebten im Rahmen der ZAK-Kunstführungen am Mittwochabend einen „Roman-Scheidl-Spaziergang“ durch Balingen.

Die erste Begegnung mit Roman Scheidl wird Heidrun Bucher-Schlichtenberger allein wegen des Ortes nicht mehr vergessen. „Es war in der Villa, in der einst Gustav Klimt gelebt hat“, erzählt die Balinger Kunsthistorikerin und Galeristin. Scheidl, der zeitgenössische Künstler aus Wien, der die Balinger Kunstinteressierten bereits mit seinem Projekt „TaMaMu“ (Tanz, Malerei, Musik“) verzaubert hat, „fühlt sich Klimt verbunden“ (Bucher-Schlichtenberger). In welcher Weise Balingen diese Verbindung aufleben lässt, davon konnten sich am Mittwochabend die Gäste der zweiten von vier ZAK-Kunstführungen – ein gemeinsames Projekt des ZOLLERN-ALB-KURIER, der Stadt Balingen, des Stadtmarketingvereins „Balingen aktiv“ und der Rosenfelder Lehner-Brauerei – ein Bild machen.

Treffpunkt war vor der Stadthalle unter den riesigen gelben „Gustav-Klimt“-Lettern. Von dort aus ging der künstlerische Abendspaziergang hinüber in die Balinger Fußgängerzone. Vorbei an mehreren überdimensional großen Scheidl-Bildern, die „sein“ Wien dokumentieren. Und da war sie dann wieder, die Verbindung vom Heute zur Zeit Gustav Klimts Anfang des 20. Jahrhunderts. Das klassische Wien mit Stephansdom – sinnhafterweise aufgehängt an der Balinger Stadtkirche – und Prater, aber auch das moderne Wien mit Hochhäusern. Doch ob klassische oder neue Motive: Wie ein roter Faden ziehen sich in schwarzer Farbe gehaltene Tänzerinnen und Tänzer durch die ansonsten kunterbunten Wien-Ansichten. „Überall ist Musik und Tanz“, so Bucher-Schlichtenberger.

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