Heute schon gelächelt?
12.08.2010 von Dagmar Stuhrmann
Ein Lächeln kostet nichts, und dennoch gehen viele Menschen verblüffend sparsam, um nicht zu sagen geizig damit um. Wie oft passiert es mir, dass ich bei irgendwelchen zufälligen Augenkontakten freundlich lächle und dafür nur einen unterkühlten Blick oder auch keinerlei Reaktion ernte. Warum denn immer so verbissen? Mit einem Lächeln auf den Lippen geht vieles leichter, es ist nicht einfach nur ein Verbindung schaffender sozialer Akt, der signalisiert, dass man seinem Gegenüber grundsätzlich friedlich gesonnen ist, sondern es ist schlicht auch gesund. Beim Lächeln entkrampft sich die Gesichtsmuskulatur, das Blut kühlt ab und Gute-Laune-Hormone werden frei gesetzt. Frauen, habe ich vor kurzem gelesen, lächeln angeblich achtmal mehr als Männer. Meine ganz persönliche, absolut nicht-repräsentative Lächel-Versuchsreihe bestätigt das allerdings überhaupt nicht. Meine Erfahrung ist: Männer lächeln öfter. Aber ganz allgemein wird für meinen Geschmack viel zu wenig gelächelt. Dabei ließe sich manch kritische Alltagssituation doch so leicht entkrampfen. Wenn jeder das Leben mit ein bisschen mehr Gelassenheit und Humor nehmen würde.
