Nothdurft plagen Personalsorgen

3. Liga: HBW 2 beteiligt sich am Dröse-Cup

Balingen, 12.08.2010 von Marcel Schlegel

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Zehn Tage Urlaub hatte Coach Eckard Nothdurft seinen Handballern vom HBW 2 gegönnt. Seit Montag befindet sich die Drittliga-Truppe wieder im Training – zumindest der Teil, der davon übrig geblieben ist.

„Ecki“ Nothdurft kann einem leidtun. Eigentlich sollten seine Jungs die trainingsfreie Zeit nutzen, um Wunden zu heilen. Stattdessen hat sich die Personallage, die der HBW-Coach am Montag beim ersten Training nach dem Urlaub vorfand, noch einmal verschlechtert. „Jetzt ist auch noch Benedikt Brielmeier krank geworden“, sagt Nothdurft und betet die Liste der Fehlenden herunter – und die ist lang: René Wismar falle aufgrund eines Muskelfaserrisses noch eine Woche aus, sagt der Diplom-Sportlehrer, „und Matthias Stocker wurde am Montag am Knie operiert“. Über den Zustand des Aufbauspieler könne er noch nichts sagen, sicher sei, dass er „in diesem Jahr nicht mehr spielen wird“.

Und ein weiterer Schlüsselspieler entwickelt sich ganz allmählich zum Sorgenkind: Christoph Foth. Der Kreisläufer hatte Mitte Juni bei der A-Jugend-DM einen Pferdekuss abbekommen und kommt seither nicht mehr auf die Beine. Nothdurft: „Christoph hat sich eine richtig schwere Oberschenkelverletzung zugezogen.“ Da Keeper Paul Bar und Linksaußen Klaus Schuldt zudem gerade bei der Bundesliga-Truppe aushelfen, ist es um einsatzbereite Spieler, die der Balinger Trainer am Sonntag nach Bönnigheim zum Dröse-Cup mitnehmen kann, recht rar bestellt. „Eigentlich ist das Turnier zu diesem Zeitpunkt zu schwer“, gesteht der 45-Jährige, „doch, dass wir personell so schlecht dastehen würden, konnte ich vor vier Monaten ja nicht wissen.“

Am Sonntag um 11 Uhr spielt der HBW 2 gegen den Schweizer Klub HC Gelb-Schwarz Stäfa (Nationalliga A). Mit dem Zweitligisten SG BBM Bietigheim kreuzen die Balinger um 12.40 Uhr die Klingen, um 14.20 Uhr trifft Balingen-Weilstetten 2 auf den Ligarivalen SG Köndringen/Teningen. „Wir wollen versuchen, in Bönnigheim nicht unterzugehen“, hat Nothdurft bescheidene Ziele in der für ihn wichtigsten Zeit der Vorbereitung: „Ich habe das meinen Jungs mehrfach gesagt: Die kommenden drei Wochen sind die wichtigsten. Was wir hier nicht hinbekommen, müssen wir während der Saison aufholen – und das ist nie gut.“

Trotz aller Sorgen hat „Ecki“ in den bisherigen fünf Testspielen auch viel Positives beobachtet. „Gerade Brielmeier hat gezeigt, dass er im linken Rückraum eine Riesenverstärkung für uns ist“, erklärt Nothdurft, der auch mit dem Auftreten des zweiten Neuzugangs, Felix Zipf, einverstanden ist: „Er ist verspätet in die Vorbereitung eingestiegen, hat aber gezeigt, dass er vorne eine Bereicherung für uns ist.“ In der Defensive habe er noch Defizite, „aber da haben wir mit Steffen Zank ohnehin einen der besten Verteidiger der Liga stehen“, grinst der Trainer.

Bleiben noch die Torhüter – und damit gerade nur Samuel Beha. Paul Bar konnte beim HBW 2 in der bisherigen Vorbereitung keine Rolle spielen. Der 19-Jährige weilte zuletzt mit der polnischen Nationalmannschaft bei der Junioren-EM in der Slowakei und hilft derzeit bei der „Ersten“ aus. Und Beha? „Schwankt in seinen Leistungen noch ein wenig“, antwortet Nothdurft, „da ist von ‚absolute Spitzenklasse‘ bis ‚das kann's ja wohl nicht sein‘ alles dabei – ganz normal für einen 19-Jährigen.“

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