Trans Zollernalb: „Bisher liegen wir gut im Rennen“
Zollernalbkreis, 12.08.2010 von Zora Bombach
Der Anspruch an dieses dreitägige Etappenrennen ist hoch: Als „technisch nicht zu schwer aber dennoch anspruchsvoll“ wertet Organisator Stephan Salscheider die landschaftlich reizvolle Strecke, auf der sich Hobby- und Lizenzfahrer sicher und wohl fühlen sollen. Auch die Zuschauer, vor allem die Zollernälbler, sollen feinsten Mountainbike-Sport zu sehen bekommen. Und ganz nebenbei präsentiert sich der Kreis auch noch von seiner besten Seite.
Dass dieses Konzept aufgeht, darin sind sich Salscheider von der Straßberger Sportagentur Skyder und Silke Schwenk von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Zollernalb (wfg) einig. „Ein Mountainbike-Etappenrennen dieser Art ist einmalig“, unterstreicht Salscheider seine Zufriedenheit ob der Planungen. Als Titelsponsor konnte die Sparkasse Zollernalb gewonnen werden.
Für das internationale Rennen haben sich bisher 380 Fahrer angemeldet, etliche Topfahrer zeigten großes Interesse – darunter wahre Marathon-Koryphäen. „Das Rennen liegt ganz günstig für die Vorbereitung auf die Marathon-DM“, erklärt der Mössinger Stefan Sahm, warum er die Trans Zollernalb in sein Wettkampfprogramm aufgenommen hat. Sein Partner vom Team Bulls, Karl Platt, tut es ihm gleich. Gemeinsam haben sie dreimal die „Cape Epic“, das weltweit wichtigste MTB-Etappenrennen in Südafrika, gewonnen. Auch ihr Teamkollege Tim Böhme wird am Start sein. Sahm trifft auf der Zollernalb auf jeden Fall auf seinen alten Kumpel Torsten Marx. Mit dem Hechinger hat er mit dem MTB-Sport begonnen und bei Trainingsausfahrten die Gegend erkundet. Marx selbst kennt die Gegend natürlich bestens. Der 34-Jährige will unbedingt dabei sein, obwohl am selben Wochenende im Sauerland das Bundesliga-Finale stattfindet. Frühzeitig hat sich mit Volker Ordowski aus Weilen u. d. R. ein weiterer Lokalmatador angesagt.
Etwa 80 Prozent der Teilnehmer kommen aus Deutschland, der Rest des Feldes setzt sich aus Fahrerin aus dem europäischen Ausland zusammen. Viele Belgier und Norweger kommen auf die Alb, aber auch direkte Nachbarn wie die Schweiz und Österreich sind gut vertreten. Zusätzlich erwartet Salscheider nach der englischsprachigen Ausschreibungen in den nächsten Wochen noch weitere Anmeldungen. „Gerade die guten Lizenzfahrer aus Europa melden sich erst spät an. Die kommen sicher noch“, betont er.
Die drei Etappen kommen insgesamt auf 180 Kilometer und 2300 Höhenmeter. Am ersten Tag geht's von Haigerloch nach Balingen. Die zweite Etappe von Balingen über Nusplingen nach Albstadt hat es in sich: „Der Anstieg zum Plettenberg ist nicht ohne“, erklärt Salscheider, „hier werden richtig Höhenmeter gefressen“. Und der Sonntag wartet dann auf der Strecke von Albstadt nach Hechingen mit ähnlich anspruchsvoller Topografie und 1700 Höhenmetern auf.
Um entlang der abwechslungsreichen Etappen, bei denen auf Schotter, aber auch auf Waldwegen, Wiesen und Teer gefahren wird, für Sicherheit zu sorgen, werden pro Strecke rund 80 Helfer eingesetzt. „Wer hautnah dabei sein möchte, kann sich bei uns melden“, wirbt Salscheider für diese Aufgabe. Noch ist Zeit sich zu bewerben. „Was Fahrerfeld und Helfer angeht, liegen wir aber gut im Rennen“, meint der frühere Weltcup-Fahrer voller Vorfreude.
