Risiko zu groß: Wurst statt Wandern

Regengüsse machen erster ZAK-Wanderung einen Strich durch die Rechnung

Risiko zu groß: Wurst statt Wandern

Albstadt-Ebingen, 04.08.2010 von Holger Much

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Heftige Regenfälle machten der ersten ZAK-Wanderung den Garaus. Wanderführer Richard Renz sagte die Tour verantwortungsvoll aus Sicherheitsgründen ab: „Zu gefährlich!“ Vesper gab es trotzdem.

Es hätte so schön sein können: Zusammen mit dem kundigen Fachmann Richard Renz durch den ursprünglichen und naturbelassenen Bannwald im Naturschutzgebiet Untereck hoch über Laufen zu wandern, um hier die Wunder einer beinahe unberührten Natur hautnah zu erleben. Doch so verheißungsvoll das Wetter sich die Tage zuvor auch gebärdet hatte: In der Nacht zuvor und am Montag gingen teils heftige Regengüsse nieder.

Diese zu ertragen, allein um bei der ersten der ZAK-Wanderungen dabei zu sein, wären durchaus die meisten der rund 80 unerschrockenen Besucher bereit gewesen, hatten sie sich doch mit Regencapes, festen Schuhen und einem unbeugsamen Wanderwillen gewappnet. Andere Teilnehmer in T-Shirt und Sandalen wären den Unbillen der Witterung nicht wirklich gewachsen gewesen. Dennoch hatte Wanderführer Richard Renz nach langem Ringen sich dazu entschlossen, die Wanderung aus reinen Sicherheitsgründen abzusagen – siehe nebenstehender Kasten. „Zu gefährlich“ urteilte der mit dem Weg bestens vertraute BNAN-Fachmann .

Wer die spannende zweistündige Wanderung durch eines der ältesten Naturschutzgebiete des Landes (seit 1936) gerne dennoch machen würde: Wir holen sie nach, und zwar am Montag, 6. September, wieder um 17.30 Uhr.

Auch Oberbürgermeister Dr. Jürgen Gneveckow warb für Verständnis für die Entscheidung. Zum Trost gab es dann ein Gratisvesper für alle, Wurst, Brot, Obst und Getränke von Saft-Stingel aus Weilstetten, Imnauer Fürstenquelle und der Rosenfelder Lehner-Brauerei. Und solch ein Vesper schmeckte dann allen Teilnehmer auch ohne Wanderung ganz hervorragend.

Am nächste Montag geht es um 17.30 Uhr unter Führung des Schwäbischen Albvereins Lautlingen dann zur Hossinger Leiter. Die Wanderzeit wird etwa zwei Stunden betragen. Vom Lautlinger Skiliftparkplatz geht es über den Karl-Knor-Weg durch das Lange Tal zur Hossinger Leiter (Stichweg) dann zurück zum Hossingerweg und am neuen Schafstall vorbei zum Skiliftparkplatz.

 

Richard Renz: „Der Weg war teilweise überschwemmt und von Ästen übersäht“

„Gefahr zu groß“: Wanderführer Richard Renz (BNAN) hatte es sich nicht leicht gemacht, hatte mit sich gerungen und das Für und Wider immer wieder gegeneinander abgewogen.

So viele Wanderbegeisterte waren trotz des schlimmen Wetters gekommen – ob man die alle wieder heimschicken kann? Andererseits, war er sich sicher, birgt dieser nicht geschotterte und nicht geteerte Weg viele Gefahren, die er nicht verantworten wollte.

Als profunder Kenner des speziell von ihm ausgesuchten, nicht allzu bekannten Weges kam er doch immer wieder zum selben Ergebnis:

Die Gefahr ist zu groß, die Möglichkeit, dass sich jemand verletzt, einfach zu hoch.

„Der Weg liegt mitten im Quellhorizont, sprich, viele Quellen treten genau auf der Höhe des Weges aus“ erklärt Richard Renz, der, um sicher zu gehen, am Montag Abend den geplanten Weg doch noch ein Stück ging, um zu erkunden, ob seine Einschätzung denn den wahren Sachverhalt getroffen hatte. Und tatsächlich:

„Teilweise war der Weg richtig überflutet und vom Sturm zuvor abgerissene Äste und Zweige stapelten sich auf dem Weg“. Zudem hätte sich der unbefestigte Boden dort in einen wahren Morast verwandelt, der, oftmals noch unter Wasser stehend, nur sehr beschwerlich zu passieren gewesen war.

„Es war die 100 Prozent richtige Entscheidung, hier nicht zu laufen!“ zeigt sich Richard Renz überzeugt.

Richtig so

Sicherheit geht vor Leichtsinn !!
Axel Schramm am 05.08.2010 10:01:57

sicherheit

diese entscheidung war absolut richtig!
sicherheit sollte immer den vorrang haben.
hut ab vor dem wanderführer der sich so
verhalten hatt.
wanderfreund am 04.08.2010 22:49:44
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