Nicht nur ungetrübte Idylle

Roßbergverein ärgert sich über demolierten Hasenstall – Asyl für Katzenfamilie

Albstadt-Ebingen, 03.08.2010 von Dagmar Stuhrmann

Der Roßbergverein hegt und pflegt das idyllische Plätzchen auf der Höhe seit Jahren mit viel Liebe und Geschick. Ein großes Ärgernis sind jedoch die Sachbeschädigungen, die immer wieder für Frust sorgen.

„Natürlich ärgern wir uns darüber, wenn wieder etwas kaputt gemacht worden ist,“ sagt Christa Gottschling vom Roßberg-Freizeitverein. „Dazu kommt aber, dass jede Sachbeschädigung auch unnötig Arbeit und Kosten verursacht.“ Jüngste Beispiele für die Zerstörungswut, mit der der Verein sich seit Jahren immer wieder konfrontiert sieht: Vor kurzem haben Unbekannte die am Zaun angebrachten Holzpferde heruntergerissen. „Es ist uns ein Rätsel, warum das jemand macht,“ sagt Christa Gottschling.

Während sich dieser Schaden noch relativ problemlos beheben lässt – „wir werden die Holzpferde wieder festschrauben“ –, ist der zweite Vorfall weitaus ärgerlicher, weil die Reparatur viel zeitaufwendiger sein wird. Michael Jeschonek, der Sohn des Vereinsvorsitzenden, hatte sich, obwohl er beruflich sehr eingespannt ist, trotzdem die Zeit genommen und wochenlang abends und am Wochenende eifrig an einem Hasenaußengehege auf dem Roßberggelände gearbeitet. Kaum war das Gehege fertig, machten sich Unbekannte daran zu schaffen, rissen das Drahtgeflecht herunter und ließen den Stall halb demoliert zurück. „Auf die Schnelle konnten wir nichts anderes machen, als den Schaden provisorisch zu beheben,“ erklärt Christa Gottschling. Die fachgerechte Reparatur steht noch aus.

Vor zwei Wochen erlebte Christa Gottschling eine weitere Überraschung, als sie morgens auf den Roßberg kam: „Vor der Tür war eine Kiste mit einer Katzenmutter und fünf kleinen Kätzchen abgestellt worden,“ sagt sie. Die winzigen Katzenbabys, die von Christa Gottschling und den Tierpflegern aufgepäppelt wurden, sind inzwischen etwa drei Wochen alt. „Wir wären froh, wenn wir ein Zuhause für sie finden würden.“ Bis nach den Sommerferien, schätzt sie, wären sie wohl groß genug, um von der Mutter weggenommen werden zu können.

Mitten auf dem Platz findet man zur Zeit eine Baustelle: Das alte Mastkreuzpendel wurde abmontiert und soll durch ein neues ersetzt werden. Der Spielplatz wurde außerdem um ein neues Gerät ergänzt: Der Mini-Bagger, mit dem man Sand hin- und herbewegen kann, ist eine Attraktion für die Kleinsten. Fürs 40-jährige Vereinsbestehen ist ein großes Projekt in Planung: Der Roßbergverein will entlang der Baumreihe eine Seilrutsche bauen.

 

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Wer mehr über den Roßberg-Freizeitverein wissen möchte, kann sich an Christa Gottschling wenden. Telefon: 07431/127287.

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