„Schömberg ist uns teuer“

Wirtschaftsminister ist Ehrengast bei der Einweihung der Zehntscheuer

Schömberg, 24.07.2010 von Rosalinde Conzelmann

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„Schömberg ist uns nicht nur lieb, sondern auch teuer“, fasste Wirtschaftsminister Erwin Pfister gestern Abend die hohe Förderung für die Sanierung der historischen Zehntscheuer in einen markanten Satz.

Der Landespolitiker war Ehrengast und Festredner bei der Einweihung des sanierten, denkmalgeschützten Gebäudes in der Stadtmitte. Hätte die Zehntscheuer Ohren, wäre sie vor Stolz geplatzt, denn an diesem Abend erklang nur Lob über den gelungenen Abschluss des 1, 8 Millionen Bauprojektes.

Neben Pfister hatten in der ersten Stuhlreihe im Dachgeschoss der Zehntscheuer noch Landrat Günther-Martin Pauli, sein Landtagskollege Hans-Martin Haller und der Bundestagsabgeordnete Thomas Bareiß Platz genommen. Zahlreich waren die Schömberger Vertreter aus der Kommunalpolitik, den Vereinen und der örtlichen Wirtschaft erschienen.

Hausherr Karl-Josef Sprenger stellte seine Rede unter den Titel „Schandfleck wird Schmuckstück“. Er ging auf die wechselvolle Geschichte des im Jahr 1752 erstellten Gebäudes ein, sprach von einem einst „hässlichen Entlein“, erinnerte an die lange Vorgeschichte der Sanierung und nahm die Einweihung zum Anlass, allen am Bau Beteiligten und den Nutzern zu danken. Ein besonderer Dank ging an den Gast aus Stuttgart – für die hohe Förderung aus Landesmitteln mit über 50 Prozent.

Pfister gratulierten den Schömbergern zum Abschluss der großen Baumaßnahme, die allen Beteiligten „Mut, eine gute Planung und einen langen Atem“ abverlangt habe. Dass, wie eingangs erwähnt, Schömberg in den vergangenen Jahrzehnten bei der Städteförderung des Landes gut weggekommen ist, untermauerte Pfister mit Zahlen: „Seit 2002 sind rund 1,8 Millionen Euro bewilligt worden und die Fördersumme für alle bislang geförderten Projekte beläuft sich auf rund 4,6 Millionen Euro.“ Pfister bezeichnete die Städteförderung als „bestes Landesprogramm“ – „eine einzige Erfolgsgeschichte“. Sie trage zur Zukunftssicherung des ländlichen Raumes bei und schaffe in den Städten und Gemeinden des Landes ein neues Identitätsgefühl. Den Schömbergern wünschte er in der neuen Zehntscheuer „viele schöne Begegnungen“

Architekt Bernd Bubeck erinnerte auch an die schwierigen Zeiten während der Bauphase: „Es gab auch Verzögerungen und Ärger.“ Sein Dank galt der Bauherrschaft und den 35 Handwerksbetrieben aus der Region, die zum Teil gleichzeitig gearbeitet hätten. Für Bubeck ist dieses Bauprojekt, das er als „Leuchtturm für die Stadt“ lobte, modellhaft.

Stadtpfarrer Dr. Johannes Holdt setzte „ an diesem wichtigen Tag für Schömberg“ mit der Segnung des historischen Gebäudes einen würdevollen Schlusspunkt unter den Festakt.

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