Appell: Mut und Zivilcourage zeigen
Stauffenberg-Gedenkfeier und Ausstellung
Albstadt-Ebingen, 21.07.2010 von Volker Schweizer
Nur wenige Meter vom einstigen Familien-Schloss entfernt, fand die Gedenkstunde statt, zu der die Stadt Albstadt eingeladen hatte. Vertreter aus Politik und Militär, Mitglieder der Familie Stauffenberg und zahlreiche Bürger fanden sich vor dem Ehrenmal ein. Für einen würdigen Rahmen sorgte die Musikkapelle.
Oberbürgermeister Dr. Jürgen Gneveckow würdigte die Verdienste Stauffenbergs und seiner Mitstreiter. Sie seien ihrem Gewissen, ihrer Überzeugung, ihren Werten gefolgt. Er appellierte, Mut und Zivilcourage zu zeigen, das mache eine menschliche Gesellschaft aus.
Stauffenberg, führte Oberstleutnant Stefan Hinz, Standortältester der Zollernalb-Kaserne aus, sei von dem Wunsch beseelt gewesen, sein Vaterland von dem Schandmahl der Schergen und Proleten zu befreien. Außerdem mahnte er, nie nachzulassen, für Frieden, Freiheit und Recht zu wirken und zu arbeiten. Kurz ging Hinz auch auf die sich abzeichnenden Veränderungen bei der Truppe ein. Sein Wunsch lautete, „dass unter den schwierigen Rahmenbedingungen der gute Geist der Bundeswehr erhalten werden kann“.
Pfarrer Andreas Gog rief vor der Kranzniederlegung zu einem Gebet für die Opfer von Kriegen und Gräueltaten auf. Auch die Jugend war am Programm beteiligt. Der Schülerchor der Ignaz-Demeter-Schule sang von einem „schönen Land ohne Streit und Zank“. Im Konzertsaal stellten Schüler der Walter-Groz-Schule aus Ebingen Werke zum Thema Stauffenberg und Widerstand im Dritten Reich aus.
