„Die Falten sehen fantastic aus“

Ehemaliger BMW-Chefdesigner Christopher Bangle zu Gast bei der „TEZ“-Einweihung

Albstadt-Ebingen, 19.07.2010 von Volker Schweizer

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Rund 280 geladene Gäste erlebten am Freitagabend die glanzvolle Eröffnung des neuen Technologie- und Entwicklungszentrums der Firma Groz-Beckert (wir berichteten).

Kunden und Geschäftspartner hatten sich bereits am Vormittag im „TEZ“ eingefunden. Sie nutzten die Gelegenheit zum Gespräch, schauten sich um und bewunderten die Architektur. Die Neugier war groß, die Begeisterung noch viel größer. Zum offiziellen Teil gesellten sich Vertreter des öffentlichen Lebens, aus Wirtschaft und Politik dazu. Sie alle erfreuten sich an einem exquisiten Menü. Köstliches von Fisch, Kalb und Käse wurde der illustren Gästeschar an den festlich geschmückten Tischen geboten. Dazu erlesene Weine.

Nach den Reden von Geschäftsführer Dr. Thomas Lindner und Ministerpräsident Stefan Mappus trat mit Christopher Bangle eine der schillerndsten Figuren im Bereich des Automobildesigns auf die Bühne. Die Ausführungen des US-Amerikaners passten hervorragend zur Philosophie von Groz-Beckert: Auch er setzt immer wieder neue Maßstäbe, wagt Neues, überrascht mit Visionen.

Christopher Bangle, geboren 1956 in Ravenna, Ohio/USA, studierte freie Künste an der Universität von Wisconsin und absolvierte eine Ausbildung zum Automobildesigner am Art Center College of Design in Pasadena, USA. Nach Stationen bei Opel und Fiat war er von 1992 bis Februar 2009 Designchef bei BMW. 2007 gewann er als Leiter des Design Team BMW Group den „Red-Dot-Design-Award: Design-Team of the year“. Im vergangenen Jahr machte sich Bangle selbstständig.

Mit humorvollen und stark pointierten Beispielen verdeutlichte Bangle, dass es Aufgabe eines „Car-Designers“ ist, sich den Menschen und ihren Lebensgewohnheiten anzupassen und nicht umgekehrt. Er zeigte Automobile mit textiler Außenhaut: Die Karosserie wirft Falten auf, wenn man die Fahrertür öffnet. Die Art, wie Christopher Bangle seine Zuhörer faszinieren kann, und sein schönes Wisconsin-Deutsch – „die Falten sehen fantastic aus“ – begeisterten auch das aufmerksame Publikum im großen Atrium.

Versüßt wurde der Abend mit Obstsalat, Orangentiramisu und Erdbeergrütze mit Vanilleschmand. Für den musikalischen Rahmen sorgte das international renommierte „Clemente Trio“.

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