Albstadt-Ebingen, 17.07.2010

Plattform für Innovationen

Groz-Beckert weiht sein Technologie- und Entwicklungszentrum ein

Plattform für Innovationen
Ein Meilenstein in der Firmengschichte: Groz-Beckert weihte gestern sein Technologie- und Entwicklungszentrum (TEZ) ein. Tagsüber gab es geführte Rundgänge, abends einen Festabend im „Atrium“.

Fundierte Aus- und Weiterbildung, verbesserte Transparenz und Kommunikation, Synergien und Synthesen – das Technologie- und Entwicklungszentrum am Stammsitz in Albstadt soll Dynamik und Impulse bringen. Forschung und Entwicklung sind für Groz-Beckert schon von jeher wichtige Säulen hinsichtlich des Unternehmenserfolgs. Dabei rücken technische Textilien immer mehr in den Vordergrund.

Textile Werkstoffe finden sich in allen Lebensbereichen: Automobilverkleidungen, Schneefangnetze, künstliche Blutadern – all das wäre ohne hochwertige Industrienadeln und Systemteile undenkbar. Mit dem Pilotprojekt Lautlinger Textilbetonbrücke setzt Groz-Beckert in diesem Feld klare zukunftsweisende Akzente. Technische Textilanwendungen sind ein Wachstumsmarkt. Nicht von ungefähr unterstützte Groz-Beckert auch den Aufbau des neuen Studiengangs „Technische Textilien“ an der Hochschule in Albstadt.

Das „TEZ“ ist ein weiterer Schritt auf einem spannenden Gebiet: Mit ihm sollen Visionen wahr werden. Auf rund 25 000 Quadratmetern erhält die Zukunft der Textilindustrie eine Plattform, wo in Zusammenarbeit mit Maschinenbauern, Anwendern und Partnern aus innovativen Ideen überzeugende Produkte werden sollen. Neben dem breiten Maschinenpark beherbergt das „TEZ“ zahlreiche Entwicklerbüros, Seminarräume, Labors sowie ein Zentrum zur Förderung und Einbeziehung der Aus- und Weiterbildung. Groz-Beckert verspricht sich vom Technologiezentrum Ideen und Anreize für die Entwicklungsarbeit. Kunden und Partner sind eingeladen, gemeinsam mit Groz-Beckert an innovativen Verfahren zu arbeiten.

Groz-Beckert stellt Produkte zur Herstellung von textilen Flächen her: Das sind Nadeln – rund 70 000 verschiedene umfasst die Palette – und verstärkt immer mehr auch komplette System- bzw. Komponentenlösungen. Bei einer eigens angesetzten Führung am gestrigen Freitag zeigten Groz-Beckert-Pressesprecher Harry Jetter und seine Kollegin Edelgard Keinath den Medienvertretern die gesamte Bandbreite dessen, was Groz-Beckert zu bieten hat. Den Tag über und zum Festabend konnte die Firma insgesamt rund 700 Gäste, Geschäftspartner und Kunden, begrüßen. Die rund 20 Vertreter der lokalen, regionalen und der Fachpresse konnten die einzelnen Bereiche des „TEZ“ ausgiebig in Augenschein nehmen: Fünf Technika für verschiedene Textilfertigungsverfahren bilden die Schwerpunkte. Im Einzelnen gibt es das Technikum Strick, das Technikum Web, das Technikum Filz, das Technikum Tufting und das Technikum Näh. Sie ermöglichen anwendungstechnische Versuche, die Produktion von Klein- und Sonderserien als Dienstleistung für Partner sowie die Erprobung von Groz-Beckert-Produkten unter realen Fertigungsbedingungen. Ein weiterer zentraler Bereich ist das Labor. Darüber hinaus befindet sich unter dem Dach des „TEZ“ auch die großzügig dimensionierte Lehrwerkstatt. Damit die Groz-Beckert-Azubis schon von Beginn an das richtige Bewusstsein entwickeln: „Hier muss sich etwas bewegen.“

 

Markantes Bauwerk mit Stil: Das neue „TEZ“ in Zahlen

Technik, Raum, Wissen: Nach der zweijährigen Planungsphase war im Sommer 2007 der Baubeginn. Mit dem Bezug des Technologie- und Entwicklungszentrums – kurz „TEZ“ – wurde im Sommer 2009 begonnen. Der Neubau trägt die Handschrift des damit beauftragten Münchner Architekturbüros Henn.

Rund 80 Millionen Euro investiert der Albstädter Nadelhersteller Groz-Beckert in dieses Projekt. Die Nutzfläche beläuft sich auf 25 000 Quadratmeter. Für das „TEZ“ wurden 27 000 Kubikmeter Beton, 3200 Tonnen Stahl und 700 Tonnen Stahlträger verbaut. Nahezu 8000 Quadratmeter Flach- und Steildächer waren einzudecken. Der umbaute Raum beläuft sich auf 136 000 Kubikmeter. 37 000 Kubikmeter Aushub wurden hierfür bewegt.

 

Aufgaben des „TEZ“: Übergreifende Projektarbeit für neue Produkte und Dienstleistungen – gemeinsam mit Kunden; Investitionen teilen, Synergien nutzen, miteinander Zukunft gestalten; in Systemen denken, standardisieren – den Märkten noch mehr Effizienz und Wirtschaftlichkeit ermöglichen; „Simultaneous Engineering“, Prototypenfertigung; Förderung der Aus- und Weiterbildung; Verbesserungen in puncto Transparenz und Kommunikation; Attraktivität für Kunden und Mitarbeiter schaffen.

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Eröffnung, Wirtschaft in der Region, Innovation.

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