„Murmelbahn“ und Aussichtsplattform
Arbeitsgruppe präsentiert die Ergebnisse zum „Erlebnistreff Burg Oberhohenberg“ – Hoffen auf Leader-Zuschuss
Schömberg-Schörzingen, 15.07.2010 von Siegfried Seeburger
Das Projekt steht in Zusammenhang mit dem „Leader-Programm“ und bezieht sich auf die Handlungsfelder „Naherholung und Tourismus“. Eine aus zehn Mitgliedern bestehende Arbeitsgruppe „Oberhohenberg“ hat diesen geschichtsträchtigen Hausberg von Schörzingen unter vielerlei Aspekten unter die Lupe genommen. Bei vier Beratungen haben sich die Projektmitglieder getroffen und ihre erarbeiten Grundlagen zu Zielen formuliert. Dabei sind bekannte Fakten wieder mehr ins Licht der Öffentlichkeit gerückt worden. Eine Analyse des Ist-Zustandes fiel „bescheiden“ aus, denn außer Wald sei auf dem Berg nichts zu sehen. Der alte Spielplatz habe an Attraktivität eingebüßt und von der ehemaligen Burg sei vor Ort nichts erkennbar.
Die Arbeitsgruppe unter Leitung der Landschaftsarchitektin Ilse Siegmund hat einige zentrale Punkte herausgearbeitet. Dazu gehören die Sichtbarmachung der Burg mit dem früheren Städtle, die Aufwertung der Großen Wiese mit Spielplatz und die Vergrößerung der Schutzhütte. Es sind ehrgeizige Ziele, denn schließlich soll das Ganze zu einem „Erlebnistreff“ werden. So soll der Spielplatz nicht mit neuen Spielgeräten „zugepflastert werden, sondern attraktive Alternativen bieten, führte Birgit Kienzler aus und nannte beispielhaft den Bau einer „Murmelbahn“ und eines Baumhauses als Aussichtsplattform sowie die Anlage eines Barfußpfads mit Kneipp-Becken.
Andy Mayer hatte konkrete Vorschläge zur Erweiterung der Schutzhütte mit größerer überdachten Freifläche und mehr Sitzbänken. Das noch junge „Geocaching“, die moderne, elektronische Schatzsuche oder Schnitzeljagd soll besonders interessierte und aktive Wanderer und auch Mountainbiker zum Erlebnistreff auf den Oberhohenberg bringen, wo noch mehr Überraschungen vorbereitet werden.
Um die historische Komponente des Oberhohenbergs mit seiner Burg und dem darunter liegenden Städtle hat sich Johannes Sugg gekümmert. Er hat hervorgehoben, dass es dabei nicht um Ausgrabungen gehe, sondern um die Visualisierung geschichtlicher Fakten, denn schließlich habe die Burg auf dem Oberhohenberg schon im Hochmittelalter eine bedeutende Rolle gespielt. Ortsvorsteher Josef Rissler sah in der Präsentation interessante Überlegungen mit Substanz. Das Leader-Programm biete die Chance, den Oberhohenberg wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen. Gemeinderat Tommy Geiger zeigte sich begeistert von den Ergebnissen, bei denen Geschichte und Spielmöglichkeiten ineinander übergehen. Nur am Rande hat der Ortschaftsrat die Kostenfrage andiskutiert. Josef Rissler hat dabei klar gemacht, dass bei der Pflege und Unterhaltung der von Leader möglicherweise bezuschussten Anlagen vor allem die Gemeinde, die Vereine und bürgerschaftliches Engagement notwendig sein werden. Man wird jetzt alle Einzelheiten zu einem Entwurf differenziert ausarbeiten, und dann das Projekt anmelden.
