Dach-Haie unterwegs

Unseriöse Handwerkskolonnen im Zollernalbkreis

Zollernalbkreis, 12.07.2010

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Die Kreishandwerkerschaft Zollern-Alb ist momentan wieder einigen unseriösen Handwerkern im Zollernalbkreis auf der Spur.

Manche „Unternehmer“ schrecken auch vor mafiaähnlichen Methoden nicht zurück, wenn das schnelle Geld winkt. Gerade im Bereich der Dach- und Fassadensanierung tummeln sich die im Branchenjargon als Dach-Haie verrufenen Pfuscher. Eine erste Kontaktaufnahme findet meist mit dem „Drücker“ statt. Er bietet eine Fassaden- oder Dachsanierung zu einem absoluten Dumping-Pauschalpreis an. Zeigt der potentielle Kunde an der Haustür auch nur den Ansatz eines Zögerns, ist schnell eine Alternative im Gespräch: Die kostenlose oder nur wenige Euro teure Inspektion des Hausdaches. Wer den Pauschalauftrag unterschreibt, hat sich bereits verkauft. Denn selbst wenn im Kleingedruckten des Vertrages kein Wort davon steht, dass alle festgestellten Schäden in vollem Umfang behoben und berechnet werden, greifen die Dach-Haie zur Methode des Schocks. Entweder werden Schäden am Dach herbeigeführt – sei es durch unsachgemäßes Begehen des Daches – oder mitgebrachte Ziegelscherben oder faules Holz werden dem verunsicherten Hausbesitzer als Beweis für den angeblich maroden Zustand seines Daches präsentiert. Mit der Bitte, das „freundliche“ Angebot zu unterschreiben.

Noch übler trifft es jene Hausherren, die den Pauschalauftrag von vornherein unterschrieben haben. Ist dann ein Teil des Daches abgedeckt, werden angebliche Schäden entdeckt und der Hausbesitzer förmlich erpresst: Entweder er zahlt jeden Preis oder die Arbeiter ziehen ab.

Grundsätzlich gilt: 1. Niemals einen Auftrag eines „hausierenden“ Handwerkers unterschreiben. 2. Erst ein exaktes Angebot erstellen lassen. 3. Grundsätzlich Vergleichsangebote von örtlichen Handwerksbetrieben einholen.

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