Letzte Finanzspritze für Schulprojekt

Stadt sagt 3500 Euro zum Wohl der Schüler zu

Balingen, 07.07.2010 von Klaus Irion

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Die Stadt Balingen gibt der Lauwasenschule und der Sichelschule ein letztes Jahr noch einmal Geld für ein Projekt, das ursprünglich aus Landesmitteln finanziert wurde.

„Früherkennung – Frühförderung – Prävention – Intervention“, so lautet der etwas sperrige Titel eines Projekts, das seit dem Schuljahr 2006/2007 an der Lauwasenschule und der Sichelschule läuft. Ziel des Projekts, das einst von der Landesstiftung Baden-Württemberg ins Leben gerufen wurde, ist es, dauerhaft „sucht- und gewaltpräventive Einrichtungen“ an den Schulen einzurichten. Das Land hatte dafür die Kosten in den ersten drei Jahren übernommen. Als nach Ablauf dieser Frist noch nicht alle Projekt-Bausteine in den Schulalltag eingebaut werden konnten, erklärte sich die Stadt per Verwaltungsausschuss-Beschluss bereit, für ein weiteres Jahr die Kosten zu übernehmen. So geschah es auch.

Gestern beschäftigte sich das Gremium erneut mit dem Thema, denn der Baustein „Erweiterte Elternarbeit“ war noch immer offen. Kostenpunkt im kommenden Schuljahr: 10 000 Euro. Für diesen Betrag sah sich der Jugendförderverein Zollernalbkreis in der Lage, den Baustein mit 20 Stunden pro Monat hauptamtlich abzudecken.

Konsens bestand im Gremium, dass das Projekt sinnvoll und die geleistete Arbeit zu würdigen ist. Allein, eine Ratsmehrheit war – wie auch Oberbürgermeister Helmut Reitemann – „nicht bereit, wieder einmal finanziell einzuspringen, wenn eigentlich das Land zuständig ist“. Letztlich tat sie es dann mit Ausnahme von Ute Theurer (FWV) doch. Aber erst, nachdem vom Rektor der Lauwasenschule, Wolfgang Jäth, einen Kompromissvorschlag auf den Tisch brachte, der im Vorfeld mit der Sichelschule abgestimmt worden war.

Demnach bezahlt die Stadt eine Drittel der 10 000 Euro, ein Drittel bringt die Sichelschule auf, das dritte Drittel der Förderverein der Lauwasenschule. Auf Vorschlag von OB Reitemann wurde dieser Beschluss verbunden mit einem weiteren Beschluss, wonach nun eine Förderung über das kommende Schuljahr hinaus ausgeschlossen ist. Damit wollte man „dann möglicherweise berechtigte Begehrlichkeiten“ (Reitemann) von anderen Schulen im Vorfeld entgegenwirken.

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