JVA: Ministerien stellen sich

850 Bürger bei Bürgerversammlung in Rottweil – Viele Schlichemtäler mit dabei

Rottweil, 06.07.2010 von Daniel Seeburger

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Rund 850 interessierte Bürger kamen gestern Abend in die Rottweiler Stadthalle zur Bürgerversammlung wegen des geplanten Großgefängnis.

Mit dieser Bürgerversammlung erfüllte die Stadt eine zentrale Forderung der Ortschaftsräte aus Neukirch und Zepfenhan sowie der Bürgerinitiative gegen ein Gefängnis im Zepfenhaner Bitzwäldle. Kritisiert wurde aber, dass die Veranstaltung nicht vor Ort in Zepfenhan durchgeführt wurde. Auch zahlreiche Schlichemtäler, darunter auch Gemeinde- und Ortschaftsräte waren nach Rottweil gekommen – und deren Forderung entspricht denen der allermeisten Zepfenhaner und Neukircher: Kein Gefängnis direkt an die Kreisgrenze.

Gestern Abend konnte Rottweils Oberbürgermeister Ralf Broß eine illustre Schar von Fachleuten begrüßen, darunter Thomas Knödler vom Stuttgarter Finanzministerium und Ulrich Futter vom Justizministerium. Auf dem Programm standen aber auch Stellungnahmen der Bürgerinitiative sowie der Ortsvorsteher Eugen Mager aus Zepfenhan und Walter Keller aus Neukirch.

Das Projekt löse „Nachdenken, Sorge und gewisse Ängste bei der Bevölkerung aus“, stellte Thomas Knödler fest. Das Land werde mit der Stadt und eine neue Justizvollzugsanstalt bauen, nicht gegen die Stadt. Nachdem der „Stallberg“ als Standort wegen geologischer Mängel weggefallen sei, habe ein anderer Standort gefunden werden müssen. „Ich weiß, es gibt hier viele, die den Standort Bitzwäldle nicht mögen“, führte Knödler aus und erntete mit seiner Aussage frenetischen Beifall und Gelächter. Immer wieder wurde er von Zwischenrufen aus dem Saal unterbrochen.

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