Hammerauftakt für den HBW
Balinger Handball-Bundesligist startet gegen die Löwen in die Saison
Balingen, 21.06.2010 von Marcus Arndt
„In den ersten Wochen der neuen Runden haben wir realistisch gesehen nur die Chance auf zwei Punkte“, meint Benjamin Chatton beim Blick auf den vorläufigen Spielplan der Handball-Bundesliga (HBL). „Im Heimspiel gegen die TSG Friesenheim“, nimmt der Balinger Geschäftsführer den Gesprächsfaden wieder auf: „Gegen den Aufsteiger stehen wir dann zu 100 Prozent unter Druck.“ Bewusst spricht Chatton nicht von einem Pflichtsieg, „doch in den anderen Spielen sind wir der krasse Außenseiter.“ Voraussichtlich am Samstag, 28. August, startet die Truppe von Trainer Dr. Rolf Brack in die neuen Saison – vor heimischer Kulisse gegen die Löwen. Dann geht es zum Europapokalsieger VfL Gummersbach, ehe Friesenheim in die „Hölle Süd“ kommt. In der Folge spielen die Balinger zweimal auswärts: in Kiel und Lemgo.
„Noch sind die Termine nicht fix“, sagt der HBW-Manager, „erst nach der HBL-Tagung wissen wir mehr.“ Am kommenden Wochenende trifft sich die Liga-Spitze mit den Entscheidungsträgern der ersten und zweiten Liga in Dortmund, um den Spielplan abzustimmen. Während das Unterhaus bereits Anfang Juli konkret planen kann, dauert es bis Mitte des nächsten Monats, ehe die HBL die Termine der Hin- und Rückrunde bekannt macht. „Diese Spieltermine werden dann allerdings unter Vorbehalt kommuniziert“, ist aus Kreisen der deutschen Eliteliga zu erfahren, „da es aufgrund der Teilnahme deutscher Klubs (acht Vereine spielen international, d. Red.) an den europäischen Wettbewerben zu Spielverlegungen kommen kann. Die internationalen Termine werden nicht vor Mitte August durch die EHF festgelegt, so dass erst dann völlige Planungssicherheit besteht.“
Knapp vier Wochen zuvor beginnt der HBW mit der Vorbereitung – voraussichtlich am 19. Juli. Bis zum Trainingsauftakt soll der Kader stehen. Mit Roland Schlinger (A 1 Bregenz) ist bis dato erst ein Neuzugang fix. Fünf Spieler haben die Schwaben verlassen. Weitere Abgänge sind möglich, „aber nicht geplant“, versichert Chatton. Und so scheint die Rückkehr von Mare Hojc nach Österreich kein Thema zu sein. „Eine Anfrage gab es“, will sich der Balinger Manager nicht an den Spekulation um den Spielmacher beteiligen: „Die Reha verläuft gut. Ich gehe davon aus, dass er am 19. Juli mit der Mannschaft in die Vorbereitung einsteigt.“ Bleibt eine Planstelle im Rückraum offen. Zwei Optionen hat die Sportliche Leitung: Einen routinierten Allrounder, der über Bundesliga-Erfahrung verfügt, sowie einen 21-jährigen, klassischen „Halblinken“ aus dem früheren Jugoslawien. Namen nennt Chatton kein, um den Transfer nicht zu gefährden. „Wir sind in guten Gesprächen“, so der HBW-Geschäftsführer weiter, „und wollen die Personalie rasch abhandeln.“ Interesse an Düsseldorfer Andrej Kogut, welcher bei den „Eulen“ angeheuert hat, dementiert Chatton vehement: „In der Mitte haben wir keinen Handlungsbedarf. Mit Benjamin Herth und Hojc sind wir gut aufgestellt.“ Zudem stünden mit Sandro Catak und Junioren-Nationalspieler Felix König noch zwei weitere gelernte Spielmacher im Kader.
