Realschule strotzt vor Aktivität
Gratulanten loben die Unterstützung durch die Stadt – 40 Jahre Neubau gefeiert
Messstetten, 14.06.2010 von Peter Franke
Verena Bock (Saxophon) und Cordula Bieber (Klavier) musizierten gemeinsam, bevor Rektor Martin Unterweger beim Festakt die Geschichte der Realschule Meßstetten skizzierte. Dem Weitblick des damaligen Bürgermeisters Erwin Gomeringer und seinem Gemeinderat sei es zu verdanken, dass eine kleine Gemeinde mit gerade einmal 5000 Einwohnern die Einrichtung einer Realschule und später den Schulhausneubau wagte. Es sei der Beginn einer Bildungsoffensive gewesen – mit dem Vollgymnasium und der Heuberghalle als Höhepunkt. Viele Maßnahmen folgten. Im Außenbereich gibt es jetzt auch Spielgeräte, und die Bushaltestellensituation wurde entspannt. Die Stadt zeigte sich stets großzügig, wofür Unterweger ausdrücklich dankte.
Die Schule strotze vor Aktivität auch im 46. Jahr ihres Bestehens, sagte Bürgermeister Lothar Mennig anerkennend. Gemeinderat und Stadtverwaltung stünden den Schulen immer schon positiv gegenüber. In der ganzen Stadt seinen die Schulen stets saniert und gut ausgestattet worden. Die Realschule nehme einen wichtigen Platz im Bildungsgefüge der Stadt ein. Ihr Erfolg sei im Besonderen auf die Leitung der Schule zurück zu führen, lobte er.
Als Schule des sozialen Aufstiegs kennzeichnete Gernot Schultheiß vom Staatlichen Schulamt Albstadt die Realschule. Kindern bildungsferner Eltern werde ein Schulweg eröffnet, der sie in anspruchsvolle Berufe oder zum Studium führen könne. Die Erfolgsgeschichte der Einrichtung rechtfertige den mutigen Beginn ihrer Schaffer, so Schultheiß. Er dankte der Stadt, welche die Schule auch bei den bildungspolitisch stark veränderten Herausforderungen der vergangenen 20 Jahre unterstützt habe.
Viele beachtenswerte Talente bereicherten das Programm. Begleitet mit einer von Valentin Angst geschlagenen Cajon und ihrer Gitarre sang Angela Mittew „Move along“, was durchaus als Wunsch an die Schule verstanden werden konnte. Diese Linie nahm zunächst Burgschulleiter Günther Fechner auf, später Pfarrer Oskar Beuttler. Fechner und Unterweger hätten schon als Sandkastenkameraden beschlossen Lehrer zu werden und Rektoren in Meßstetten. Die Zusammenarbeit zwischen den Schulen klappe reibungslos. Optimal seien in Meßstetten, auch Dank der guten Ausstattung der Schulen durch die Stadt, die Voraussetzungen für die Förderung der Kinder nach deren Neigungen und Fähigkeiten. Beuttler wünschte der Schule Gottes Segen, auch im Namen seiner beiden Kollegen Pfarrer Renny Mundenkurian und Richard Schard.
Michèle Wäschle und Katja Steidle lobten die vielen angenehmen Veränderungen der jüngsten Zeit aus ihrer Perspektive. Technik in den Schulräumen, die Spaß mache, der Medienraum, die Pausengestaltungsmöglichkeiten im Freien und vor allem die sanierten Toiletten werteten die Schüler positiv. Dann ergänzte Elternbeiratsvorsitzender Josef Kille, dass sich in der Realschule, die er selbst bis 1982 besucht hat, vieles verändert hat. Er mache sich keine Sorgen, man sei hier immer mit der Zeit gegangen. In der Realschule werden die wichtigen Dinge des Lebens vermittelt. Was aktuell zu bewältigen sei, das bekomme man miteinander schon hin, machte er Mut für die Zukunft. Martin Unterweger bestätigte ihm, dass man die Bildungsziele mit Nachhaltigkeit und langem Atem zu erreichen suche.
Krönender Abschluss war eine Modeschau mit Kleidungsstücken, die aus Verpackungsmüll gefertigt waren. Lehrerin Erika Piontek hatte dieses Projekt initiiert. Über das am Samstag stattgefundene Schulfest werden noch wir berichten.
