Bewegung ist das A und O

Zum dritten Mal in der Stadthalle Balingen die Messe für die Generation „plus“

Balingen, 14.06.2010 von Thomas Godawa

Bewegung von der Jugend bis in das hohe Alter sei Voraussetzung und Garant für Fitness bis ins hohe Alter so 86jährige Referent Professor Dr. Wildor Hollmann von der Sporthochschule Köln.

Zuvor hatte der Balinger Oberbürgermeister Helmut Reitemann als Schirmherr der Veranstaltung die Gäste und Besucher im kleinen Saal der Stadthalle begrüßt. Er zeigte sich zufrieden mit dem reichhaltigen Programm, den fast 40 Ständen und den zahlreichen Referaten zu den unterschiedlichsten Themen, die Generation aktiv plus betreffend. Er bedankte sich beim Referenten, der schon desöfteren in Balingen zu Gast war und bei den Organisatoren der Veranstaltung Ottmar Erath von der VHS und Katharina Höckh von der Firma Netwerk und Stadthallenchef Ulrich Klingler mit seinem Team.

Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnungsveranstaltung vom Oldie-Chor Balingen unter der Leitung von Hermann Winterhalter, der auch ein griechisches Lied anstimmen ließ.

Die Medizin befinde sich derzeit in einem strukturellen Wandel weg von der Behandlung hin zur Vorbeugung. Die Fortschritte des Wissens und der Technik würden dies ermöglichen, so Professor Hollmann.

Die häufigsten Krankheitserscheinungen seien in den Bereichen Herz-Kreislauf, Bewegungsapparat, Stoffwechsel und geistiger Verfall im Alter festzustellen. Dagegen helfe Bewegung, von Jugend an bis in das hohe Alter. Schon in jungen Jahren werden die Produktion des körpereigenen Wachstumshormons durch Bewegung angeregt und damit auch die Entwicklung der mehr als hundert Milliarden Gehirnzellen, über die der gesunde Mensch im Normfall verfügt. Also sei Bewegung auch im Alter das A und O für eine geistige und körperliche Fitness. Neueste medizinische Untersuchungen haben ergeben, dass auch im Alter durch maßvolles und gezieltes Ausdauertraining körperliche Defekte wieder rückgängig gemacht werden können.

Dabei sei es nie zu spät mit dem Training zu beginnen, so der Professor. Je älter man sei, desto leichte falle es, ein altersgemäßes körperliches Leistungsniveau zu erreichen, so der Kardiologe, Internist und Sportmediziner. Und er gab den Zuhörern konkrete Trainingsempfehlungen, die auch, ohne einer Modeerscheinung anheim zu fallen, kurzfristig umgesetzt werden können.

Zum Thema „Demenz geht uns alle an“, hatte das Netzwerk Demenz am Nachmittag ebenfalls zu einer Podiumsdiskussion eingeladen und der DRK Kreisverband stellte sein Bewegungsprogramm mit Seniorengymnastik und Tanz vor und die Volkshochschule Balingen den orientalischen Tanz.

Viele hundert Besucher nutzten die Gelegenheit den ganzen Samstag über sich auch an den Ständen über die Themen Wohnen. Reisen, Gesundheit, Dienstleitung und Rechtsfragen wie Patientenverfügung oder Generalvollmacht zu informieren.

 

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