Brandschutt bremst Ermittler aus
Ostdorfer Feuerwehrleute müssen immer wieder nachlöschen
Balingen-Ostdorf, 09.06.2010 von Zora Bombach
Der Großbrand im alten Ostdorfer Ortskern hat am Montagvormittag ein Bauernhaus samt Ökonomietrakt komplett zerstört. Die Ostdorfer Feuerwehrabteilung sowie der Balinger Löschzug konnten verhindern, dass die meterhohen Flammen auf benachbarte Gebäude übergreifen konnten. Als der Brand am Montag gegen 20 Uhr gelöscht war, stand vom Dachstuhl nur noch das verkohlte Gerippe. Die ebenfalls alarmierten Beamten der Balinger Kriminalpolizei mussten mit ihren Ermittlungen warten: das Gebäude drohte jeden Moment einzustürzen.
In der Nacht von Montag auf Dienstag hielten die Ostdorfer Wehrleute Brandwache. Allein die erste Schicht musste zwischen 20 und 24 Uhr dreimal das wieder aufflammende Feuer löschen. Gestern sorgten Glutnester in den mit Stroh gedämmten Zwischenböden dafür, dass die Brandwache ausgeweitet wurde. „Wir werden das Gebäude alle sechs Stunden kontrollieren“, erläuterte Abteilungskommandant Frank Haug das weitere Vorgehen. Das verkohlte Dachgebälk sowie die instabil gewordenen Wände im Obergeschoss wurden außerdem komplett abgerissen.
Der Brandschutt hinderte die Beamten der Kriminalpolizei gestern daran, zur Brandursache zu ermitteln. „Wir haben noch keine konkreten Erkenntnisse darüber, wo das Feuer ausgebrochen sein könnte“, erklärte Polizeisprecher Peter Mehler auf Nachfrage unserer Zeitung. Der Schaden belaufe sich indes auf „weit über 150 000 Euro“. Wann die Ermittlungen weitergeführt werden können, war gestern noch nicht gesichert.
Die betroffenen Brandopfer, der 54-jährige Hauseigentümer und dessen Lebensgefährtin, waren zum Zeitpunkt des Brandes nicht im Haus. Sie sind inzwischen in einer Wohnung in der Ostdorfer Turnhalle untergekommen.
