Fleißig und bescheiden
Zum Tode von Franz Xaver Netzer
Schömberg, 09.06.2010 von Zora Bombach
Geboren und aufgewachsen in Rohrdorf bei Meßkirch, verschlug es den gelernten Metzger in den 50er Jahren nach Schömberg. Während der damals üblichen Wanderjahre lernte er seine spätere Frau Agnes, geborene Dreher, aus Hausen am Tann kennen.
1959 war für Franz Xaver Netzer ein besonderes Jahr: Erst legte er seine Meisterprüfung ab, dann heiratete er Ehefrau Agnes und eröffnete kurz darauf im Torstüble eine eigenen Metzgerei mit angeschlossener Gaststätte. Als Handwerker vom alten Schlag entwickelte er sich zu einer Institution im oberen Schlichemtal. Wann immer ein Fest anstand, griff er den hiesigen Vereinen unter die Arme.
In den 80er Jahren übergab er den Familienbetrieb an Sohn Franz Netzer. Doch auch im Ruhestand nahm er seinen vier Kindern vieles ab und kümmerte sich liebevoll um die neun Enkel. 2009 wurde ihm der goldene Meisterbrief überreicht. Drei seiner Kinder und bereits ein Enkelsohn sind in seine Fußstapfen getreten und führen die Metzgertradition fort.
Seine Familie, aber auch seine Kunden, werden ihn als fleißigen und bescheidenen Menschen in Erinnerung behalten, der stark mit seinem Handwerk verbunden war. Die Trauerfeier findet am kommenden Donnerstag statt.
