Im Keller der Liga herrscht nun Klarheit
Balingen, 02.06.2010 von Marcel Schlegel
Die Schwaben sollte der Rekordmeister heute Abend in eigener Halle aber nicht unterschätzen: Erstens geht's für die Kieler um den Titel und zweitens haben die „Zebras“ nach der überraschenden Hinspielpleite mit dem HBW noch ein Hühnchen zu rupfen. Und: Der HSV Hamburg hat sich bereits am Freitag mit dem 37:27-Sieg gegen die TSV Hannover-Burgdorf die Tabellenführung zumindest vorerst zurückerobert und sich damit seine Meisterschafts-Minichance gewahrt. „Mit der Klasse des HSV konnten wir erwartungsgemäß nicht mithalten“, gratulierte TSV-Kommandogeber Frank Carstens.
Derweil ist der vorletzte Bundesliga-Spieltag dieser Saison bereits weitestgehend Geschichte: Neben dem THW und dem HBW muss heute aber noch der TBV Lemgo ran. Bei der SG Flensburg-Handewitt, die nur noch ein Pünktchen von der Champions League trennt, kämpft der neue EHF-Pokalsieger um den Anschluss an Platz sechs, den der VfL Gummersbach belegt. Auch der Gewinner des Europapokals der Pokalsieger ist heute gefordert: Die Truppe von VfL-Coach Sead Hasanefendic, welcher zum Trainer der Saison gewählt wurde, empfängt Frisch Auf Göppingen zum Nachholspiel. Die Schwaben könnten die Rhein-Neckar Löwen mit einem Auswärtssieg von Tabellenplatz vier, der für die CL-Qualifikation berechtigt, verdrängen.
Ohne zu überzeugen siegten die Mannheimer am Samstag bei der HSG Düsseldorf mit 30:22 und besiegelten damit den Abstieg der Modestädter. „Die Mannschaft wird ein neues Bild bekommen, aber auch im strukturellen Bereich wird es Änderungen ergeben“, erklärte HSG-Manager Frank Flatten, der kurz vor der Verpflichtung des früheren Welthandballers Daniel Stephan als Sportchef stehen soll. Und auch GWD Minden steht nach der samstäglichen 31:36- Schlappe in Göppingen als zweiter Direktabsteiger fest. Damit ist auch klar, dass der TSV Dormagen in die Relegation gehen wird, welcher am Sonntag bei den Füchsen Berlin mit 24:34 das Nachsehen hatte. „Alle Spieler haben vollen Einsatz gezeigt, auch die Spieler, die uns verlassen wollen“, beurteilte Trainer Dagur Sigurdsson den höchsten Saisonsieg seiner Hauptstädter.
Die HSG Wetzlar bezwang am Samstag zuhause die MT Melsungen (32:30). In zwei vorverlegten Duellen des 33. Spieltages kamen Gummersbach (33:26 in Magdeburg) und Großwallstadt (32:30 bei N-Lübbecke) zu Auswärtssiegen.
