Autos wie große Fledermäuse

Heiko Böck: Der Tailfinger schafft Techniken von morgen – und er hilft beim Einparken

Tailfingen/München, 31.05.2010 von Holger Much

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Heiko Böck ist fasziniert von Technik und hat diese zu seinem Beruf gemacht. Als Entwickler innovativster Neuerungen im Flugzeug und Automobilbereich schafft er die Technik von morgen.

Heiko Böck wirkt wie ein „ganz normaler“ junger Mann, höflich und sportlich. Er trifft sich gern mit seinen Freunden, die er noch von seiner Schulzeit am Ebinger Gymnasium kennt. Und Mountainbiken, Rennrad Fahren sowie die Teilnahme an MTB-Marathons oder Motorsport in allen Varianten gehören zu den privaten Interessen des 27-jährigen.

Doch der sympathische, zurückhaltend-freundliche junge Mann geht seit Jahren zielstrebig und Erfolgreich seinen beruflichen Weg, der ihn an Technologien heranführt, die für ihn als mittlerweile erfahrenen, preisgekrönten Fachmann „Alltagsgeschäft“ sind – für den interessierten Laien jedoch leicht nach Science Fiction klingen.

Nach dem Abitur 2002 in Physik, Erdkunde und Informatik schloss er an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen sein Studium der Kommunikations- und Softwaretechnik mit dem Diplom-Ingenieur ab – mit Auszeichnung.

Ein Studium der Informatik an der Technischen Universität München zum Schwerpunkt „Embedded Systems“ folgte. Heiko Böck schloss sein Studium nicht nur mit Auszeichnung ab, er erhielt auch den Begehrten Siemens-Preis für außergewöhnliche Leistungen.

Seit April 2009 arbeitet der ehrgeizige und doch auf so angenehme Weise bodenständig gebliebene junge Mann an seiner Promotion. Bei der Robert Bosch GmbH in Leonberg beschäftigt er sich mit „Fahrerassistenzsystemen“, die Promotion selbst wird betreut von Doktorvater Prof. Dr. Wolfgang Rosenstiel.

Seinen Siemenspreis erhielt er für seine Forschungsarbeit im Bereich innovativer Technik im Bereich der Steuerung von Flugzeugtriebwerken. Kleiner, dezentraler und damit auch wesentlich leichter sollen sie sein, die Einheiten, die bestimmte Befehle an die entsprechenden Stellen in der Flugzeugtechnik weiterleiten. Aber auch wesentlich leichter, was wiederum einen deutlich geschrumpften Treibstoffverbrauch zur Folge hat und damit unserer gebeutelten Umwelt einen großen Gefallen tut. Die „Fahrerassistenzsysteme“ hingegen können uns alle betreffen. Wer nicht einparken kann, dem hilft die Arbeit von Heiko Böck eventuell demnächst aus der Patsche und gleichzeitig elegant in die Parklücke:

Großen Fledermäusen gleich suchen sich die Autos mit Ultraschallwellen ihren Platz aus und parken zudem selbsttätig ein – der Fahrer schaut nur interessiert zu.

An der Weiterentwicklung und Perfektionierung solcher Systeme zum leichteren Manövrieren kniffelt Heiko Böck gerade herum – und kann sich dabei ganz der Faszination der Technik hingeben: „Ich bin dann einfach so drin, dass ich erst aufhören könnte, wenn das Problem gelöst ist“, sagt der 27jährige, der auch schon auf die Veröffentlichung von Fachbüchern in Deutsch und Englisch blicken kann. Seinen Kontakt zur Heimat in Albstadt möchte er dennoch nicht aufgeben, die Beziehung zu den Eltern und den Freunden ist im wichtig, und so pendelt er oft zwischen Tailfingen und Leonberg hin und her.

Schön wäre es für ihn diesbezüglich, wenn er dann nach der Promotion, wenn man ihn „Herr Doktor Böck“ nennen darf, einen Arbeitsplatz nicht allzu fern von der von ihm so geliebten Alb finden würde: „Aber das wird die Zeit zeigen“.

 

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