Schwäbischer Schaffer wie er im Buche steht
Zum Tod des Unternehmers Heinz Mauthe
Balingen, 26.05.2010 von Klaus Irion
Heinz Mauthe war schwäbischer Unternehmer durch und durch. Die Fotografie wurde ihm von seinem Vater, Alfred Mauthe, quasi in die Wiege gelegt. Doch entschied sich der gelernte Kaufmann dafür, nur in wenigen Ausnahmen hinter der Kamera zu stehen. Stattdessen setzte er auf seinen zweiten erlernten Beruf, auf das Druckhandwerk, das er einst in Stuttgart erlernt hatte. Doch bevor er in seiner Heimatstadt tätig wurde, arbeitete Mauthe einige Jahre im hessischen Hanau.
Ende der 1960er-Jahre kehrte er dann nach Balingen zurück und machte sich in den elterlichen Geschäftsräumen selbstständig. Mauthe hatte für sich eine berufliche Nische entdeckt – das Entwerfen und Drucken von Kalendern. Kontinuierlich baute er sein berufliches Lebenswerk aus. Zu Hochzeiten hatte sein Unternehmen zwischen 70 und 80 Mitarbeiter, um deren berufliches wie privates Wohlergehen er stets besorgt war. Die stete Fortbildung seiner Angestellten lag ihm besonders am Herzen. Ende der 1980er-Jahre wurde das Unternehmen Mauthe aus Kapazitätsgründen ins Engstlatter Gewerbegebiet „Lehenmorgen“ verlegt.
Vor fünf Jahren setzte sich Heinz Mauthe zur Ruhe, seinen Verlag verkaufte der sehr an Geschichte Interessierte an seinen Mitbewerber „mediaprint“ aus Paderborn. Als Ruheständler ging er mit seiner Frau Sigrid viel auf Reisen. Neben seiner Ehefrau hinterlässt der Verstorbene auch seinen Sohn Gabriel mit Familie.
