Der Vorstand der Volksbank Balingen, Edgar Luippold (links) und Joachim Calmbach (rechts), mit dem nach rund drei Jahren ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitglied Arne Stumpp (2. v. rechts), den wiedergewählten Aufsichtsräten Ernst Höfer (3. v. rechts) und Egbert Schink (3. v. links) sowie der neu gewählten Aufsichtsrätin Anke Traber (Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit in Balingen).

Balingen, 19.05.2010

Anke Traber neu im Aufsichtsrat

Vertreter- und Mitgliederversammlung der Volksbank Balingen

Anke Traber neu im Aufsichtsrat
Nach der Vertreter- und Mitgliederversammlung hat die Volksbank Balingen ein neues Aufsichtsratsmitglied: Anke Traber, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Balingen, wird Arne Stumpps Nachfolgerin.

Zu Gast in der renovierten Stadthalle war gestern auch Gerhard Stratthaus, Baden-Württembergs ehemaliger Finanzminister. Nach dem offiziellen Teil der Versammlung beleuchtete er in einem Vortrag die derzeitige Finanzkrise.

Vorstand Edgar Luippold berichtete den Vertretern und Mitgliedern vom Geschäftsjahr 2009. „Auch wenn die Bilanzsumme nicht mehr den Stellenwert früherer Tage hat, so zeugt ihr Wachstum heute dennoch von einer guten Entwicklung der Volksbank Balingen“, stellte er fest. Die Bilanzsumme hat sich von 446 Millionen Euro im Jahr 2008 auf 481 Millionen Euro erhöht. Wichtigste Eintragsquelle der Volksbank sei nach wie vor der Zinsüberschuss, erklärte Luippold. Dass Anlagen in Griechenland-Anleihen nicht Bestandteil im Volksbank-Portfolio seien, wollte er betont wissen.

„In einem solch schwierigen Umfeld ist ihre Bilanz eine Meisterleistung“, lobte Oberbürgermeister Helmut Reitemann die Arbeit der Volksbank Balingen. Er beantragte die Entlastung des Vorstandes und des Aufsichtsrates, welche die Versammlung einstimmig erteilte.

Arne Stumpp stellte sich nach rund drei Jahren nicht mehr zur Wahl des Aufsichtsrates. „Ihre Aussagen waren geradlinig und haben vielfach die Entscheidungen vereinfacht“, bedankte sich Vorstand Luippold bei ihm für die Zusammenarbeit. Stumpps Nachfolge tritt Anke Traber, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit in Balingen, an. „Es gibt drei Gründe, warum ich mich hier zur Wahl stelle. Einer davon ist, dass wir Frauen zu selten im Vordergrund mitwirken“, stellte sich die 46-Jährige den Vertretern vor. Mit drei Gegenstimmen und elf Enthaltungen wurde sie zu Stumpps Nachfolgerin gewählt. Wiedergewählt wurden Trabers zukünftige Aufsichtsratskollegen Ernst Höfer und Egbert Schink, jeweils mit nur einer Gegenstimme.

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Kommentare unserer Leser


Es wartet viel Arbeit ...

Falls Frau Traber die Absicht hat, ihr Amt verantwortungsbewusst auszufüllen, wartet ganz schön viel Arbeit auf sie.

Wenn sie ihre Aufgabe Ernst nimmt, kann sie Licht ins Dunkel der genossenschaftlichen Machenschaften bringen. Dies ist den Schönwetter-Aufsichtsräten bisher nicht gelungen. Die Mitglieder hatten keine Vertretung dem Vorstand gegenüber - im Gegenteil: Die Aufsichtsräte vertreten zum Teil ganz offensiv die abwegigen Ansichten des Votstandes, ohne diese zu hinterfragen.

Ein Aufsichtsratsmitlgied geht sogar im Auftrag des Vorstandes gerichtlich gegen Mitglieder vor und missachtet damit seine satzungsgemäße Funktion (die Vertretung der Genossenschaft gegenüber dem Vorstand) sträflich.
von Der Genosse am 19.05.2010 14:30:54

Antwort auf Es wartet viel Arbeit ...

Eigentlich müßte das Aufsichtsratsmitglied doch gerichtlich gegen den Vorstand vorgehen, um die Mitglieder zu schützen, oder nicht?
von VobaSchaden am 20.05.2010 09:58:43

Antwort auf Antwort auf Es wartet viel Arbeit ...

Stimmt. Doch irgend etwas hindert ihn daran. "Leichen im Keller?"
von Der Genosse am 21.05.2010 10:13:21

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