15-Jährige mit zwei Promille im Blut

Zollernalbkreis, 11.05.2010

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Übers Wochenende mussten wieder drei Jugendliche, die zum Teil stark alkoholisiert waren, ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Dies teilt die Polizeidirektion Balingen in ihrem Pressebericht mit. In Hechingen war laut Polizei in der Nacht von Samstag auf Sonntag eine 15-Jährige mit 14 weiteren Jugendlichen im Bereich des Bahnhofs unterwegs. Sie hatte Schnaps getrunken. Kurz vor Mitternacht brach das Mädchen zusammen und war kaum noch ansprechbar.

Die 15-Jährige wurde mit fast zwei Promille Alkohol im Blut zur medizinischen Versorgung ins Krankenhaus eingeliefert. Ihre 17-Jährige Schwester, die ebenfalls zur der Gruppe gehörte, war auch alkoholisiert. Sie wurde von Polizeibeamten nach Hause gebracht und der Mutter überstellt, die erst kurz zuvor nach Hause gekommen war. Eigentlich hätte die 15-Jährige zu Hause auf ihren neunjährigen Bruder aufpassen sollen, hatte es jedoch vorgezogen, stattdessen auf Tour zu gehen.

Woher die Jugendlichen den hochprozentigen Alkohol hatten, sei bislang nicht bekannt, teilt die Polizei mit. Derzeit laufen noch die Überprüfungen.

Alkohol, allseits beliebt und beworben

Man muss sich nicht wundern, allseits wird dem Alkohol gefrönt, Politiker rauchen nicht nur werbewirksam, sie fordern auch noch lächelnd: bring mir mal n'Flasch Bier.
Wen wunderts also, wenn Jugendliche diesem Hype verfallen? Woher der Schnaps kommt, ist eigentlich ganz einfach, entweder sind es Ältere, die den Schnaps besorgen oder er wird ganz offensichtlich bei den jeweiligen Veranstaltungen, wie am Vatertag in Ratshausen oder anderswo geschehen, an Kinder ausgeschenkt. Die veranstaltenden Vereine machen Umsatz, alles Andere interessiert nicht. Dass man Kinder nicht anbinden kann, sollte jedem bekannt sein und für die Beteiligung der Eltern an Kosten gibt es keine Grundlage. Davor müsste erst die Zigaretten- und Alkoholmafia, evtl. noch die Werbeindustrie, an den Gesundheitskosten beteiligt werden. Letztlich ist es aber der Staat und seine "Verantwortungsträger", die scheinheilig "beten statt saufen" predigen, aber Tabak und Alkoholsteuer gern vereinnahmen.
Roland Späth am 02.06.2010 10:48:15

Betrunkene Jugendliche

Ich bin der Meinung, dass der Hinweis auf gesundheitliche Schäden bzw. Spätfolgen des exzessiven Alkoholkonsums bei den Jugendlichen keinen "Eindruck" hinterlässt. Was aber bestimmt sehr wirksam sein müsste, wäre eine "finanzielle Beteiligung" der Jugendlichen bzw. der Eltern an den Kosten der Ausnüchterung bei der Polizei bzw. im Krankenhaus. Im Übrigen wundere ich mich immer wieder darüber, dass Kinder bereits nachts in den Straßen herumlungern und Alkohol konsumieren. Ich dachte immer, dass man die Eltern für Vernachlässigung der Aufsichtspflicht gerichtlich heranziehen kann. Ist das "Schnee von gestern" und jeder kann heutzutage machen, was er will?
I. Kunkel am 24.05.2010 14:03:15
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