Berlin, 07.05.2010

Neues Profil für die Füchse

interview

Neues Profil für die Füchse

Der ehemalige isländische Nationalspieler Dagur Sigurðsson, der in 215 Länderspielen insgesamt 397 Treffer für den nordeuropäischen Inselstaat erzielte, war von 2003 bis 2007 Trainer beim österreichischen Erstligisten A 1 Bregenz, mit dem Sigurðsson vier Meisterschaften und zwei Pokalsiege verbuchen konnte. Anschließend übernahm der heute 37-Jährige in seiner Geburtsstadt, bei seinem früheren Verein Valur Reykjavík, die Position des Managers und Geschäftsführers. Im März desselben Jahres bot man Sigurðsson das Amt des Nationaltrainers der österreichischen Nationalmannschaft an. Der Handball-Lehrer nahm die Offerte an – und coacht seit Sommer des vergangenen Jahres zudem den Handball-Bundesligisten aus der Hauptstadt, die Füchse Berlin. Mit Sigurðsson sprach unser Mitarbeiter Ferdinand Jacksch über sein Engagement in Berlin, über die Zukunft des Klubs aus der Hauptstadt, etwaige Personalrochaden bei den Füchsen, die Doppelbelastung als Kommandogeber zweier Mannschaften sowie das Spiel am Sonntag gegen den HBW Balingen-Weilstetten.

Die erste Spielzeit der Füchse Berlin unter Ihrer Regie neigt sich dem Ende zu. Wie lautet Ihr vorläufiges Fazit?

SIGURDSSON: Die Mannschaft hat mittlerweile ein anderes Profil als noch vor einem Jahr. Nicht nur ein starker Charakter steckt in dem Team, sondern auch noch ein großes Potenzial. Die Füchse Berlin sind das spannendste Projekt in der Bundesliga – das habe ich schon zu meinem Amtsantritt gesagt.

Wie sehen Ihre Zukunftspläne in der Bundeshauptstadt aus?

SIGURDSSON: Wir wollen so erfolgreich sein wie möglich. Gezeigt haben wir ja, dass wir Schritt für Schritt stärker werden – und das auch mit dem Berliner Nachwuchs und jungen deutschen Spielern. Natürlich bieten wir auch internationalen Stars die Hauptstadt und damit die Füchse Berlin an.

Welche Spieler kommen zur neuen Saison und wer verlässt den Klub?

SIGURDSSON: Der Nationalspieler Sven-Sören Christophersen von der HSG Wetzlar soll uns im Rückraum verstärken. Außerdem kommt der isländische National-spieler Alexander Petersson von der SG Flensburg-Handewitt. Die Verträge mit dem Norweger Kjetil Strand, Rico Göde und Mark Bult werden nicht verlängert.

Wie funktioniert das Doppelengagement als Trainer in Berlin und als Nationaltrainer in Österreich?

SIGURDSSON: Ganz gut. Es ist mit den Füchsen Berlin abgestimmt und es gibt keine Überschneidungen. Ich bin ja nicht der Heiner Brand Österreichs und betreue die Mannschaft nur vor und bei den Spielen. Es ist alles sehr gut organisiert. Der Vertrag läuft noch bis Juni 2010. Da spielen wir noch in der WM-Qualifikation gegen die Niederlande.

Sie sind zu beneiden, haben Sie doch einmal gesagt, dass Sie immer gut schlafen, egal ob Sie gewinnen oder verlieren. Stimmt das?

SIGURDSSON: Ich bin von klein auf mit dem Sport aufgewachsen. Somit lernt man auch mit Niederlagen umzugehen. Ich habe in meinem Leben – Gott sei Dank – nicht so viele Niederlage einstecken müssen. Ich versuche diese zu analysieren und nicht zu dramatisieren.

Zu guter Letzt: Das nächste Heimspiel steigt gegen den HBW Balingen-Weilstetten. Ihr Ziel?

SIGURDSSON: Da wollen wir natürlich als Sieger vom Platz gehen. Es wird jedenfalls sehr schwer. Schon das Hinspiel war sehr knapp (23:24, d. Red.). Da hat uns der Gegner viel abverlangt.

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