Skatepark ist „klein, aber fein“
Stadt weiht Neubau in Weilstetten ein – Die zukünftigen Nutzer sind begeistert von der Anlage
Balingen-Weilstetten, 07.05.2010 von Zora Bombach
Die Besucher der kleinen Einweihungsfeier trotzen gestern tapfer dem Nieselregen. Mit Schirm und Regenmantel eröffneten sie die lang herbei gesehnte Skateanlage an der Hurdnagelstraße. 100 000 Euro ließ sich die Stadt die Betonkonstruktion samt Zufahrt kosten. Zur Freude der Skater aus Weilstetten und Frommern war die Anlage bereits seit vier Wochen befahrbar – und bei bestem Wetter auch gut besucht.
„Es ist wirklich genial, dass die Anlage endlich fertig ist“, sagt Jonathan Seifert, der das Ziel „Skateanlage“ schon seit Jahren verfolgt. Er hat die Piste bereits ausgiebig getestet. Auch sein Kumpel Dean Fischer gerät ins Schwärmen. „Es gibt nichts Besseres“, stellt er begeistert fest. Für eine kurze Demonstration der Anlage hat er extra ein altes Skateboard mitgenommen. „Bei Regen zu fahren, ist riskant“, erklärt er. Mit zwei weiteren Skatern traut er sich trotzdem auf die rutschige Betonfläche und zeigt, wie viele Möglichkeiten der 340 Quadratmeter große Skatepark bietet.
„Wir hatten relativ wenig Platz zur Verfügung“, erläutert Planer Erwin Rechsteiner von der Schweizer Firma Bowl die Voraussetzungen. Der Schweizer ist auf Skate-Bahnen spezialisiert und zufrieden mit dem neusten Projekt. „Klein, aber fein ist die Anlage geworden – und damit ein weiterer Knoten im Netz der Skaterszene“, beschreibt er die Bedeutung des Neubaus. Weilstettens Ortsvorsteher Kurt Haigis erklärt bei der Einweihung, dass dieses Projekt eine neue Erfahrung für ihn gewesen sei: „Und es hat sich gelohnt“. Auch dem Ortschaftsrat sei es ein Anliegen gewesen, die vielen kleinen Anlagen in der Umgebung durch eine zentrale Lösung zu ersetzen. Die Anziehungskraft der neuen Bahn gehe bereits weit über Balingen hinaus. „Wir haben schon erste Besucher aus Sulz und Oberndorf“, verkündet Haigis stolz.
Oberbürgermeister Helmut Reitemann schildert den Prozess bis zur Umsetzung und betont, dass sich der Gemeinderat in einem Punkt einig gewesen sei: Die Anlage müsse vor allem bei den Nutzern ankommen. Und das tut sie. Die Jugendlichen, die fünf Jahre für den Bau ihres Traums gekämpft haben, sind begeistert. Gemeinsam sorgen sie nun dafür, dass die Betonpiste mit all den „Rails“, „Stairs“ und der „China-Wall“ in Schuss bleibt und dauerhaft genutzt werden kann.
