„Rote Länder“ ist erschlossen

Fundament für „Weinmann und Schanz“-Halle im Bau – Kämmerer zuversichtlich

„Rote Länder“ ist erschlossen

Balingen, 07.05.2010 von Klaus Irion

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Vor dem Bau ist nach dem Bau. In Balingens neues großes Gewerbegebiet „Rote Länder“ kommt Bewegung. Die Erschließung ist abgeschlossen, das erste Großprojekt wird gerade auf den Weg gebracht.

Mit dem neuen Gewerbegebiet „Rote Länder“ zwischen Weilstetten und Endingen ist die flächenmäßig größte Baustelle in Balingen seit wenigen Tagen fast vollendet. Die Leitungs- und Kanalerschließung steht, die Straßen sind grob asphaltiert. „Es fehlt nur noch der Feinbelag“, sagt Eduard Köhler. Der Leiter des Balinger Tiefbauamts ist froh, „dass wir trotz des langen winters sogar etwas schneller vorangekommen sind, als wir dachten“.

Der Feinbelag selbst, wird aufgebracht, sobald das erste große Bauprojekt weiter vorangeschritten ist. Denn gebaut wird in „Rote Länder“ schon, wenn auch nicht mehr im Auftrag der Stadt Balingen. Wie bereits mehrfach berichtet, zieht das Balinger Unternehmen „Weinmann und Schanz“ seine diversen Balinger Lagerstätten in einer großen Lagerhalle im neuen Gewerbegebiet zusammen. Für dieses Projekt laufen derzeit die Fundamentarbeiten auf Hochtouren.

„Wir glauben, dass die Investition von Weinmann und Schanz die Initialzündung für das gesamte Gebiet Rote Länder sein wird, so Köhler. Ähnlich der Bautätigkeit im wesentlich kleineren Gewerbegebiet „Hauptwasen“, dessen gesamte Fläche inzwischen schon gut genutzt wird. Rund 2,1 Millionen Euro hat die Stadt in „Rote Länder“ vorfinanziert: 1,3 Millionen Euro flossen in die Erschließung des Areals, 200 000 Euro in den Wasserbau – zwei Retensionsbecken inklusive – und 600 000 Euro in den Abwasser-Bereich. Dazu kommen dann noch die Kosten, die die Stadtwerke Balingen betreffen. Beispielsweise der Anschluss des neuen Gewerbegebiets ans Gasnetz.

Und so hofft man bei der Stadt, dass sich möglichst bald weitere Firmen in „Rote Länder“ niederlassen, was sich kurzfristig über Bauplatzverkaufserlöse und langfristig über Gewerbesteuereinnahmen positiv im Stadtsäckel niederschlagen würde. Letzteres zumindest dann, wenn es gelingt, „Rote Länder“ auch Unternehmen schmackhaft zu machen, die bislang noch nicht in Balingen präsent sind. „Die Lage jedenfalls ist sehr verkehrsgünstig“, wirbt Köhler.

Auch sein Amtsleiterkollege von der Kämmerei, Jürgen Eberle, ist optimistisch, „dass wir in den kommenden Wochen und Monaten weitere Baugrundstücke verkaufen. „Interessenten sind genügend da.“ Deren Wünsche und der Kontakt mit Gewerbetreibenden, die vor längerer Zeit schon angefragt haben, seien Dinge „die wir derzeit abarbeiten“.

Außer im Gebiet „Rote Länder“ stünden derzeit noch einige wenige Grundstücke im „Hauptwasen“ zum Verkauf. Dazu zwei im Gebiet „Grund“.

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