Geislingen, 30.04.2010

„Geldbeutel lässt nur diese Lösung zu“

Rat entscheidet sich für Ölheizung in Schule

Liebend gerne hätte der Gemeinderat in die Schlossparkschule eine kombinierte Öl-Pelletsheizung eingebaut. Die Entscheidung fiel aber zugunsten einer reinen Ölheizung aus – weil diese günstiger ist.

Der Gemeinderat hat mit dieser Entscheidung einen Schlusspunkt unter ein leidiges Thema gesetzt, dass immer wieder diskutiert wurde. Der schlechte Zustand der Heizung ließ der Stadt keinen Spielraum mehr, es musste eine Entscheidung getroffen werden.

Wie berichtet, stand das Thema bereits in der Märzsitzung auf der Tagesordnung. Das Ingenieurbüro Schuler sollte jedoch noch einige offene Fragen klären. Diplomingenieur Wolfgang Schuler hatte am Mittwoch seine Hausaufgaben gemacht und legte den Räten Vergleichszahlen für die beiden favorisierten Varianten, Ölheizung oder bivalente Holzpellets/Ölheizung, vor. Aufgrund der Entwicklung des Ölpreises liegen beide Varianten wieder nahe beieinander. Der jährlichen Einsparung in Höhe von rund 12 000 Euro bei der Ölheizung stehen bei der bivalenten Variante allerdings Mehrkosten für die höhere Investition in Höhe von 162 000 Euro entgegen. Die kombinierte Heizung bläst jedoch viel weniger Schadstoffe in die Luft. Schuler stellte noch mit Bedauern fest, dass zwischenzeitlich für die umweltfreundlichere, bivalente Lösung „die Förderung weggebrochen ist.“ Hätte der Gemeinderat letztes Jahr entschieden, wären über 50 000 Euro an Fördermittel in die Stadtkasse geflossen. „Jetzt sind noch 6000 Euro“, so Schuler.

„Ich würde es schaden finden, wenn wir jetzt bei einer Ölheizung landen, nachdem wir schon so viele umweltfreundlichere Varianten durchdiskutiert haben“, offenbarte Schuler, für welche Lösung sein Herz schlägt.

Sein Appell wurde wohl gehört, der Gemeinderat traf jedoch eine rein an der Kostensituation orientierte Entscheidung. „Uns steht das Wasser bis zum Hals, uns bleibt nur diese Lösung“, betonte Bürgermeister Oliver Schmid. Gerhard Schenk billigte „dem Einsatz regenerativer Energien einen gewissen Charme zu“ – „uns fehlt aber das Geld dafür und deshalb müssen wir beim Öl blieben“, so seine nüchternes Fazit, das seine Ratskollegen mit 12 Ja- und zwei Enthaltungen deutlich mittrugen.

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