Rat stimmt für Sieger-Entwurf

Start der Sanierung der Au-Stadion-Tribüne bleibt aber weiterhin ungewiss

Balingen, 28.04.2010 von Klaus Irion

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Das Stuttgarter Architekturbüro „Zoll“ kann seinen Sieger-Entwurf für die Neugestaltung der Au-Stadion-Tribüne weiterplanen. Der Balinger Gemeinderat stimmte gestern mehrheitlich zu.

Wann das Balinger Au-Stadion einem ersten Sanierungsschritt unterzogen wird, steht derzeit noch in den Sternen. „Wir von der SPD-Fraktion wagen jedenfalls bei der derzeitigen Haushaltssituation keine Prognose“, ließ Weilstettens Ortsvorsteher Kurt Haigis das Gremium wissen. Selbst der FWV-Fraktion, die mit Martin Kath und Werner Jessen zwei Stadträte stellt, die der TSG Balingen eng verbunden sind, bleibt derzeit nichts anderes übrig, „als abzuwarten, wie sich der städtische Haushalt in den kommenden Jahren entwickelt“ (Kath). Gleichwohl sei er sehr froh, „dass endlich Bewegung in die Sache kommt“.

Bewegung hieß in diesem Fall, dass eine große Mehrheit des Ratsgremiums zunächst einmal einen Antrag des Grünen-Stadtrats Uwe Jetter ablehnte, die Entscheidung über die Planungsvergabe an das Büro Zoll „auf die Gemeinderatssitzung nach der Mai-Steuerschätzung zu vertagen“. Neben den drei anwesenden Grünen stimmten lediglich drei weitere Stadträtinnen der Frauenliste für die Verschiebung. Bei der anschließenden Abstimmung über die Planungsvergabe enthielten sich die Grünen dann der Stimme, während die Frauenliste den „Zoll“-Entwurf als einzige Fraktion ablehnte.

Die CDU-Fraktion verband ihr generelles Ja zur Stadionplanung – so trug es Klaus Hahn vor – mit der Bitte, eventuelle geringfügige Änderungen in der Planung, „die bei einem Zeitraum von einigen Jahren schon einmal entstehen können“, als Teil des jetzigen Auftrags zu betrachten. Dies wurde ihm von Oberbürgermeister Helmut Reitemann so auch zugesichert.

Was aber soll das Büro „Zoll“ nun vorrangig planen. Geht es nach Hochbauamtsleiter Michael Wunderlich, so stünde in einem ersten Bauschnitt ein rund 600 Sitzplätze umfassender erster Teil der Haupttribüne auf der Tagesordnung. Wunderlich hatte den Räten zuvor noch einmal alle Entwürfe präsentiert und war dabei auf die aus der Sicht der Jury ausschlaggebenden Vorteile des „Zoll“-Entwurfs eingegangen (der ZAK berichtete darüber mehrfach).

Vorrangiges Ziel für Verwaltung wie für die Ratsmehrheit ist die Sanierung der katastrophalen sanitären Einrichtungen. „Gibt es auf Seiten der Verwaltung Ideen wie diese Situation provisorisch bis zum Bau der neuen Tribüne gelöst werden könnte?“, wollte Conny Richter von den Grünen wissen. Solche Überlegungen würden in der Verwaltung bereits seit geraumer Zeit angestellt, entgegnete OB Reitemann. Wie das konkret aussehen soll, konnte das Stadtoberhaupt aber in der Sitzung noch nicht mitteilen.

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