Großumzug in Raten

In Heilig-Geist startet Kindergarten-Neubau – Dekanat in neuen Räumen

Balingen, 27.04.2010 von Klaus Irion

Anzeige
Rund um die Balinger Heilig-Geist-Kirche, wird gebaggert, verlegt. umgezogen. Dieser Tage beginnt der Bau des neuen katholischen Kindergartens.

Ein neues Schild prangt am bisherigen Pfarrbüro der Heilig-Geist-Gemeinde. Balingens Katholiken rücken noch enger zusammen. Die Neugestaltung des gesamten Gemeindezentrums rund um die Heilig-Geist-Kirche macht diesen Schritt notwendig. Gestern wurde im Beisein von Dekan Anton Bock das Schild an jenem Haus enthüllt, das für einige Monate nun unter einem Dach, im alten Pfarrhaus, das Dekanatsamt, die Außenstelle des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend und das Pfarramt der Heilig-Geist-Gemeinde beherbergen wird. „Das Dekanatsamt und das Jugendreferat bleiben dauerhaft an Ort und Stelle“, erklärt der 2. Vorsitzende des Kirchengemeinderats Hans Ostertag. Das Heilig-Geist-Pfarrbüro dagegen zieht über den Kirchhof hinüber ins bisherige Haus Hindenburgstraße 5, das nach seiner grundlegenden Sanierung künftig unter der Adresse Heilig-Geist-Kirchplatz firmieren und neben dem Pfarrbüro auch die Pfarrwohnung enthalten wird.

Doch damit noch lange nicht genug. Dieser Tage – der Bagger steht bereits bereit – beginnen auf dem Kirchenareal die Bauarbeiten für den neuen katholischen Kindergarten. Während der Vorarbeiten wurde bereits das Haus „Hindenburgstraße 7“ abgerissen. „Das gesamte Gelände wird in seiner Höhe auf Kirchplatz-Niveau angehoben, so dass wir eine ebene Fläche erhalten“, berichtete Ostertag, der froh ist, dass die Arbeiten mit rund einem dreiviertel Jahr Verspätung nun beginnen können. Die Verzögerung habe auch noch einmal finanzielle Auswirkungen für die Gemeinde gehabt.

Hintergrund der Verzögerung ist ein ganzes Bündel von Telekom-Leitungen, die direkt unter dem Kirchengelände verlaufen. Ursprünglich war angedacht worden, die Leitungen im Zuge des derzeitigen Umbaus der Kleemeistereistraße, die die Hindenburgstraße mit der Paulinenstraße verbindet, dorthin zu verlegen. Das aber hätte laut Ostertag „eine Million Euro zusätzlich gekostet“. Das wollte die Kirchengemeinde dann doch nicht auch noch stemmen. Und so wird die Leitung, die die telekommunikatorische Lebensader für Geislingen, Erlaheim und Binsdorf darstellt unter dem neuen Kindergartengebäude vergraben.

Sobald der neue Kindergarten im Laufe des Jahres 2011 steht, wird als letzter großer Bauakt das bisherige Gemeindehaus abgerissen. Dann wird die Kleemeistereistraße wohl noch einmal für den Durchgangsverkehr gesperrt werden müssen. So wie derzeit.

Anzeige
Anzeige

PROBE LESEN

Der ZAK bei Facebook