Voller Orchesterklang zum 85-jährigen Bestehen

Musikverein Erzingen feiert in der Geischberghalle Geburtstag – Musikalische Reise mit gewohnt hohem Anspruch

Balingen-Erzingen, 26.04.2010 von Julia Klebitz

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Highlights aus den vergangenen Jahre präsentierte der Musikverein Erzingen am Wochenende. Das Konzert in der Geischberghalle war der Auftakt zum 85-jährigen Bestehen des MV Erzingen.

Wie bei Konzerten des Musikvereins gewohnt, war die Halle bis auf den letzten Platz besetzt. Das Projekt-Jugendorchester eröffnete den besonderen Konzertabend, der unter dem Motto „Jubiläums-Higlights“ stand, mit dem Stück „Festival Overture“ von Hans van der Heide. Das Projektorchester unter Leitung von Markus Biche und Joachim Mager wurde ursprünglich für ein Jugendwertungsspiel in Roßwangen gegründet. „Wir wollten, dass sich die jungen Musiker aus Erzingen und Dotternhausen austauschen können und die Möglichkeit haben, in einer großen Gruppe Musik zu machen“, sagte Vorsitzender Albrecht Weinmann. Auch beim Jubiläumskonzert erntete das Orchester großen Applaus und musste noch eine Zugabe spielen. Das große Orchester des MV Erzingen nahm die Zuschauer auf eine Reise durch die Musikgeschichte des Vereins mit. Für seine Konzerte mit hohem Anspruch und guter Unterhaltung ist der Verein bekannt. „Wir haben im Archiv gewühlt, 60 Stücke der vergangenen Jahre herausgesucht und davon zehn ausgewählt“, erklärte Vorsitzender Weinmann. Das persönliche Best-Of des Musikvereins gab es dann für die Gäste zu hören. Eine Auswahl der prägnantesten und beliebtesten Stücke aus der Vereinsgeschichte.

Eher ungewohnt drangen aus den Boxen in der Geischberghalle die Geräusche vom Straßenverkehr einer Großstadt und Flugzeuglärm. „Nachdem das Flugverbot über Deutschland wieder aufgehoben sei, geht es zunächst in die USA“, lud der Verein seine Gäste auf eine musikalische Reise ein. In der „New York Overture“ von Kees Vlak findet sich die Hektik der 5th Avenue musikalisch genauso wieder wie die Gregorianischen Klänge in der St-Patricks Cathedral oder die ruhige Stimmung im Battery Park. Auf einer Leinwand waren Bilder von New York zu sehen. Die einzelnen Reisestationen des Abends wurden den Zuhörern so auch bildlich vor Augen geführt. Sei es mit Fotos von Wolkenkratzern oder später mit Szenen aus dem Musical West Side Story.

Die schwungvolle Musik aus Leonard Bernsteins Musical gehörte genauso zu den Top Ten der beliebtesten Musikvereinstücke, wie die etwas schwereren Klänge aus Andrew Lloyd Webbers „Phantom der Oper“. Durch eine musikalische Berglandschaft, durchzogen von großen Flüssen, führte der Verein seine Gäste weiter nach Portland. „Oregon“ von Jacob de Haan stand auf dem Programm. Auch die Geschichte der „Titanic“ erzählte er mit Bildern und einem vollen Orchesterklang.

Die „Music of the Beatles“ kam sehr gut bei den Zuschauern an. Anhand großer Stücke der Musikgeschichte erzählte der Verein am Samstagabend so seine eigene Geschichte der letzten 85 Jahre.

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