Von den kleinen Ärgernissen des Alltags

Rüdiger Hoffmann gastiert in den Volksbankmesse Hallen mit seiner neuen Show „Obwohl“

Balingen, 19.04.2010 von Romina Salvaggio

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Lässig und entspannt betritt Rüdiger Hoffmann am Freitagabend die Bühne. „Ja, hallo erstmal, ich bin der Rüdiger“, begrüßt er die Besucher in der voll besetzten Volksbankmesse. Die Lachfabrik rollt an.

Bemerkenswert, dass allein dieser einzelne Satz schon für Lacher sorgt. Die Stimmung ist gut – sowohl von Seiten des Protagonisten als auch der Zuschauer, die dem Ostwestfalen von Beginn an den Lippen zu hängen scheinen. Fast gewinnt man den Eindruck, Rüdiger Hoffmann sitze neben einem im eigenen Wohnzimmer. Bei einem gemütlichen Bier wird sich dann über die Wichtigen und weniger Wichtigen ausgelassen, die kleinen Ärgernisse und Unzulänglichkeiten, mit denen ein jeder von uns im Alltag fertig werden muss.

So hat der bekennende Mittvierziger seine gewissen Erfahrungen mit deutschen Dienstleistungsanbietern. Die einen legen eine extreme Höflichkeit an den Tag, bei der man sich schon bei der fortwährenden Antwort: „Seehr geeerne“ auf den Arm genommen fühlt. Das andere Extrem bildet ein penetranter Vorwerk-Vertreter, den Rüdiger Hoffmann „überzeugt“, jede einzelne Milbe aus seinem Teppich zu saugen. Sein einfacher Trick: Er schließt die Haustüre kurzerhand von innen ab und meint zu seinem ungebetenen Gast: „Seit meiner Entlassung aus dem Heim bin ich sehr viel allein“.

Tja und dann plaudert der Meister der Langsamkeit aus dem Nähkästchen über die Eigenschaften der Paderborner und verstrickt sich auch ganz gerne mal in Situationen, die ihn teilweise ganz schön in die Bredouille bringen.

Der Komiker ist eben ein wahrer Allrounder, der auch bei der Vermählung seines Kumpels Olaf und dessen Freundin Birte ein folgeschweres Wörtchen mitzureden hat. Dank Rüdiger Hoffmanns Organisationstalent werden die beiden ihre Hochzeitfeier nicht vergessen. Ebenso verhaftet wird Rüdiger Hoffmann bei den Zuschauern bleiben.

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