Bei Gelenkproblemen Chilischoten schlucken, nicht kauen

Ironman Claus Breinlinger schwört Athleten gestern Abend auf den heutigen 6. HGV Halbmarathon ein – Viele Tipps

Geislingen, 17.04.2010 von Rosalinde Conzelmann

Anzeige
Die Kugelschreiber flitzen über das Papier, die Ohren sind gespitzt: Claus Breinlinger, Marathonläufer, Ernährungsexperte und zweifacher Ironman schwört gestern Abend zahlreiche Zuhörer auf den heutigen HGV-Halbmarathon ein.

Viele der Zuhörer kommen direkt von der Pastaparty in die Halle, um aus Expertenmund zu erfahren, welch wichtige Rolle die Ernährung in einem Sportlerleben spielt. Die AOK Neckar Alb, Mitveranstalter und Sponsor des nunmehr 6. HGV-Halbmarathons, hat Breinlinger nach Geislingen geholt. Sein Vortrag, ein Streifzug durch clevere Ernährung, kommt bei den Zuhörern gut an.

Er ist gegliedert in vier Teile: Basisernährung, Gelenkprobleme und Knorpelabbau, Wettkampf und Training sowie Regeneration. Breinlinger, der an der Uni Tübingen forscht, räumt auf mit gängigen Klischees, etwa, dass Apfelschorle das ideale Sportlergetränk ist oder Schmerzmittel bei Gelenkproblemen langfristig Abhilfe schaffen. Er rät zur Chilischote, „schlucken , nicht kauen.“

Er gibt viele Tipps: Wurst und Torten enthalten „schlechte Fette“, gut ist ein Teelöffel Speiseleinöl am Tag. Die Formel bei Gelenkproblemen klingt kompliziert, ist es aber nicht. Es helfen Glucosamin, Chondroitin, Hyaluronsäure, Kollagenhydrolysat, Mineralien, Arginin und Vitamin B6. Schon drei Monaten tritt eine Besserung ein.

Die Banane am Wettkampftag? „Quatsch“, denn der Körper braucht eineinhalb Stunden zur Verwertung. Ganz schlimm ist Natriummangel. Deshalb lieber Cola mit Wasser verdünnt trinken als Apfelschorle.

Und: Nach dem Wettkampf sofort trinken, „noch unter der Dusche“ und Magnesium zuführen.

Anzeige
Anzeige

PROBE LESEN

Der ZAK bei Facebook