Ein sehr gutes Forstjahr

Forstamtsleiter blickt positiv in die Stadtwald-Zukunft

Balingen, 15.04.2010 von Klaus Irion

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Mit Zufriedenheit blickt Forstamtsleiter Michael Kauffmann auf das Balinger Forstwirtschaftsjahr 2009 zurück – der Wirtschaftskrise zum Trotz.

Tanne und Fichte sind weiterhin die Bäume, die im Balinger Forst die größten Erträge einbringen. Oder wie es Michael Kauffmann, Leiter der Dienstelle Balingen des Staatlichen Forstamts im Zollernalbkreis, ausdrückt: „Es sind Balingens Brotbäume.“ Von den Monokultur-Sünden früherer Jahre ist man aber auch im hiesigen Wald inzwischen Jahr für Jahr weiter entfernt. Im Verwaltungsausschuss des Gemeinderats prognostizierte Kauffmann gar, dass Sturmschäden wie in den vergangenen zehn, 15 Jahren in der Zukunft weit weniger eintreten werden. Dass sei keineswegs ein Widerspruch zu den Klimaszenarien der kommenden Jahrzehnte. „Es wird sicherlich häufiger zu Sturmereignissen kommen, im Gegensatz zu früher aber, steht die kommende Waldgeneration bereits in den Startlöchern.“ Soll heißen: Großflächige Sturmschäden können von der Natur selbst relativ schnell wieder behoben werden.

Nun aber zur wirtschaftlichen Seite des abgelaufenen Waldjahres: 711 219 Euro wurde 2009 durch den Holzverkauf eingenommen. Nach Abzug aller Kosten blieb ein Forsthaushaltsüberschuss von rund 78 000 Euro. „Damit lagen wir leicht über dem vereinbarten Plan“, erläutert Kauffmann, für den es trotz Wirtschaftskrise noch ein „sehr gutes Forstwirtschaftsjahr für die Stadt Balingen war.

Um weiterhin so gut wirtschaften zu können, müssen die Arbeitsbedingungen im Wald auch stimmen. Und dazu gehören auch gut ausgebaute Waldwege. Die ebenfalls am Dienstag vergebene Waldwegeunterhaltung wird im kommenden Jahr von der Firma Granget Wegebau/Erdbau aus Birkenfeld übernommen. Kuriosität am Rande: Hinter Granget rangierten zwei Unternehmen aus der Region, deren Angebotssumme bis auf den letzten Cent gleich war. Wäre dies das beste Angebot gewesen, hätte nach Kauffmanns Meinung „unter Umständen das Los entscheiden müssen“.

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