Das Zeug zum „Top Spot“

Stand des Masterplanes: Analyse abgeschlossen – Nun folgt Ausarbeitung

Albstadt-Ebingen, 14.04.2010 von Holger Much

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Die Arbeit am „Masterplan Tourismus“ der Stadt Albstadt ist im vierten Monat – und das Kind gedeiht. Im Sommer soll das fertige Konzept im Gemeinderat vorgestellt werden.

Seit Herbst ist das Berliner Büro „Projekt M“ dabei, einen „Masterplan Tourismus“ für die Stadt Albstadt zu erstellen. Nach drei Sitzungen der Projektgruppe, zu der namhafte und erfahrene Vertreter aus den Bereichen Wandern, Rad- und Wintersport sowie Hotellerie / Gastronomie gehören, ist die erste Phase der Analyse abgeschlossen.

Hagen Melzer von „Projekt M“ skizzierte gestern im Rahmen eines Pressegespräches die großen Eckpunkte, die nun für die angestrebte „natursportliche“ Ausrichtung des Masterplanes als Nächstes anstehen. Denn Albstadt soll der „Top Spot“ der Schwäbischen Alb werden, was Wandern und Mountainbiking anbelang. „Und“, sagt Melzer mit Überzeugung, „Albstadt hat das Zeug dazu“. Hauptaugenmerk ist der Sommer: Wandern und als besonderes Alleinstellungsmerkmal das Mountainbiking sollen infrastrukturell vorbereitet und beworben werden. Sieben Premiumwanderwege werden geschaffen (wir berichteten) und auch der Ausflugsbereich für Familien ist angedacht. Die Wintersportangebote, so Melzer, seien sehr gut, diese müssten nur besser kommuniziert werden.

Wo laut dem Touristikfachmann jedoch noch einige „dicke Bretter“ gebohrt werden müssten, sei im Bereich Hotellerie / Gastronomie. Ein Großteil der Gäste bestünde selbst im Bereich der Ferienwohnungen – rund 35 gibt es davon laut Kulturamtsleiter Martin Roscher in Albstadt – aus Geschäftsreisenden oder Monteuren und besonders im Bereich Hotellerie / Gastronomie müsse das Bewusstsein, etwas für Touristen zu tun, deutlich gestärkt werden. Gefördert werden sollen zudem zertifizierte Unterkünfte, die das Gütesiegel „Wanderbares Deutschland“ tragen. Mittelfristig müsse das Angebot erweitert werden.

Zudem muss laut Hagen Melzer am „Marktauftritt“ Albstadts gearbeitet werden. Das „Corporate Design“ der Stadt müsse, auch durch deutliche Veränderungen auf der Homepage, ganz klar die Ausrichtung Albstadts als touristischen Anlaufpunkt nach außen demonstrieren.

Aktuell beginnen nun Themenrunden. Wer zu den Sitzungen mit den Themen Hotellerie / Gastronomie (28. April), Wandern (28. April und 10. Mai) sowie Mountainbiking (26. April und 12. Mai) kommen möchte, kann sich beim Kulturamt unter der Telefonnummer 07431 / 160 1200 melden. Noch vor der Sommerpause, vermutlich im Juli, soll dem Gemeinderat der fertige „Masterplan Tourismus“ vorgelegt werden.


Mit einer professionell erarbeiteten Tourismuskonzeption in die Zukunft investieren

Albstadt als großer, von Industrie geprägter Stadt ist ihr Strukturwandel deutlich anzumerken. Die Wirtschaftskrise hinterlässt tiefe Spuren und die Bevölkerung nimmt ab. Vor diesem Hintergrund wurde im Rahmen der Haushaltsreden 2008 die Frage aus dem Gemeinderat laut nach Möglichkeiten, tragfähige und zukunftsträchtige Chancen für die Stadt zu erarbeiten. Als eine Stärke wurde unsere wunderschöne Landschaft gelobt. So wurde beschlossen, für 47 000 Euro eine fachkundige Tourismusagentur damit zu beauftragen, ein tragfähiges Fremdenverkehrskonzept zu erarbeiten. Die Berliner Agentur „Projekt M“, die unter anderem schon das Marketingkonzept für Baden-Württemberg oder für den Tourismusverband Schwäbische Alb erarbeitet hat, bekam den Zuschlag. Auch die kurz zuvor anvisierte Realisierung von zertifizierten „Premiumwanderwegen“, bei deren Erstellung wiederum das renommierte Deutsche Wanderinstitut beteiligt ist, passen bestens ins Konzept.

„Wir sehen die dringende Notwendigkeit“, erläutert Martin Roscher im Gespräch mit dem ZOLLERN-ALB-KURIER, „gerade auch in Krisenzeiten in unserer Zukunft zu investieren, in Maßnahmen, die auch noch mittel- und langfristig wirken und aus denen wir auch dann noch Nutzen ziehen können“.

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