Fußballstar hautnah

Mario Gomez besucht die Ebinger Hohenbergschule

Albstadt-Ebingen, 13.04.2010 von Katja Weiger-Schick

Anzeige
Auf diesen Besuch hatte man ein Weilchen gewartet: Fußballstar Mario Gomez stattete gestern der Ebinger Hohenbergschule den lange angekündigten Besuch ab.

Ein besonderer Tag für Schüler und Lehrer – einen so prominenten Gast empfängt man schließlich nicht alle Tage. Noch einmal zur Erinnerung: Die heutige Klasse 9a hatte die Gomez-Stippvisite mit ihrem Projekt beim Wettbewerb „Alle Kids sind VIPs“ der Bertelsmann-Stiftung gewonnen. Gomez, Sohn eines Spaniers und einer Deutschen, setzt sich als Botschafter dieses bundesweiten Contests für eine bessere Integration an Deutschlands Schulen ein.

Und gestern war es nun endlich soweit. Der 24-jährige Spieler des FC Bayern und einstige Stuttgarter kam nach Albstadt und besuchte die jungen „VIPs“. Keine Frage, dass diese auch besonders nervös waren, schließlich war der berühmte Angreifer eigens wegen ihres Fußball-Projekts nach Albstadt gekommen. Doch für Nervosität bestand keine Ursache. Die Schüler hatten sich blendend vorbereitet: Die Mädels und Jungs überraschten den Spitzensportler mit einer überaus professionellen Multimedia-Show, in der sie ihre Arbeit „Kick it like Beckham“ näher beleuchteten: die Recherchen, die Materialsuche rund um Indien, die detaillierten Ausarbeitungen. Sogar einen Film hatten die damaligen Achtklässler gedreht. Filmkameras waren übrigens gestern ebenfalls zugegen: Der hohe Besuch hatte nicht nur deutsche, sondern sogar auch Medienleute aus Österreich nach Albstadt gelockt. Mittags gab es für die Schüler noch ein buntes Programm mit einem Breakdance-Workshop.

Und natürlich plauderte Mario Gomez auch ein bisschen aus dem Nähkästchen – den Teenagern brannten viele Fragen auf der Seele. Gomez verriet den staunenden Neuntklässlern, dass er ganz in der Nähe, im oberschwäbischen Unlingen nämlich, aufgewachsen ist. Dass er einst seine ersten Fußball-Sporen bei dem kleinen Sportverein seiner Heimatgemeinde verdient hat. Und dass er Messi für den besten Fußballspieler überhaupt hält. Er selbst sei dankbar dafür, bei einem Weltverein wie dem FC Bayern München spielen zu dürfen. Grundsätzlich, davon ist der Profisportler überzeugt, falle manches im Leben leichter, wenn man mit Elan und Spaß an die Sache herangehe. Auch Träumen, sagte Mario Gomez, sei durchaus erlaubt: „Ich lebe meinen größten Traum.“

Ganz egal sei allerdings, das stellte er nachdrücklich heraus, wo jemand seine Wurzeln habe: „Im Fußball steht die Leistung im Vordergrund, nicht die Herkunft“, hielt er ein Plädoyer für eine multikulturelle Gesellschaft. Denn: „Jedes Kind und jeder Jugendliche ist ein VIP, also eine Very Important Person, und jeder muss die gleichen Chancen haben - egal aus welchem Land seine Eltern kommen.“ Keine Frage, dass Mario Gomez danach noch Autogramme verteilte und mit den Kids auf die Torwand schoss.

Optionen

Bilder (1)

Schlagworte

Ähnliche Artikel

Hollywood lässt grüßen

Albstadt-Ebingen, 08.06.2010

Artikel lesen

Mit 55 Jahren nochmal Student

Albstadt-Ebingen, 02.06.2010

Artikel lesen

Gymnasium Ebingen beim Landesfinale

Albstadt-Ebingen, 17.05.2010

Artikel lesen

Sparen mit „Plan B“

Albstadt-Ebingen, 28.04.2010

Artikel lesen

Rund um die Welt auf Englisch

Albstadt-Ebingen, 20.04.2010

Artikel lesen

Schönheitskur in den Ferien

Ebingen/Tailfingen, 06.04.2010

Artikel lesen

Handygefahr in der Hosentasche?

Albstadt-Ebingen, 01.04.2010

Artikel lesen

Die Hochschule wächst weiter

Albstadt-Ebingen, 31.03.2010

Artikel lesen

Hauptschulen als „Reformopfer“

Albstadt-Ebingen, 31.03.2010

Artikel lesen

Mario Gomez geht in die Schule

Albstadt-Ebingen, 09.03.2010

Artikel lesen
Anzeige
Anzeige

PROBE LESEN

Der ZAK bei Facebook