Lehrerhaus erhält Anbau

Städtischer Kindergarten Hermann-Berg-Straße zieht wohl im Herbst um

Balingen, 13.04.2010 von Klaus Irion

Die Bauarbeiten im Garten des Sichelschul-Lehrerhauses schreiten zügig voran. Derzeit wird kräftig betoniert und der Boden für den Kindergarten-Anbau geebnet. Im Oktober soll alles fertig sein.

„Der neue Anbau und das bestehende Lehrerhaus werden durch eine zentrale Eingangshalle verbunden“, erläutert der Balinger Baudezernent Ernst Steidle auf ZAK-Nachfrage. Wenn die Anbau-Maßnahmen, aber auch die Umbauten im vorhandenen Erdgeschoss voraussichtlich im kommenden Oktober fertig sind, werden die Kinder des städtischen Kindergartens Hermann-Berg-Straße über die Behrstraße hinüber in die neuen Räume einziehen. Das Obergeschoss wird als Wohnraum genutzt.

Ursprünglich war angedacht gewesen, die Kinder vorübergehend in den Containern beim Kindergarten „Neige“ unterzubringen, bis die vorhandenen Räumlichkeiten in der Hermann-Berg-Straße saniert gewesen wären. Allerdings zeigte sich im vergangenen Jahr bereits, dass sich die Sanierung aus brandschutzrechtlichen Gründen nicht hätte auf die Innengestaltung beschränken lassen. Es fehlte schlicht an einem zweiten Ausgang für Notfälle. Die Bauverwaltung hatte seinerzeit zwar flugs reagiert und eine provisorische Nottreppe an der Rückfront des Gebäudes installieren lassen. Der Gemeinderat votierte gleichwohl für den Umzug ins Lehrerhaus, was laut dem Leiter des städtischen Amts für Familie, Bildung und Vereine, Harry Jenter, eine Vergrößerung des Kindergartens mit sich bringt. „Bisher haben wir 15 Plätze für Kinder über drei Jahre und fünf Kinderkrippenplätze. In den neuen Räumen werden es 25 Plätze für Kinder ab zwei Jahren und zehn Kinderkrippenplätze sein.“

Wie es mit dem evangelischen Kindergarten Hermann-Berg-Straße räumlich weitergeht – er ist ein Stockwerk unter dem städtischen Kindergarten beheimatet –, ist derzeit noch völlig offen. „Wir haben bislang von der Stadt Balingen noch keinerlei Informationen“, sagt Stadtkirchenpfarrerin Kristina Reichle, die in der Gesamtkirchengemeinde für die Kindergärten verantwortlich zeichnet. „Daher geht unsere eigene Expansion – in diesem Fall mit einem Bastelzimmer – derzeit ins Untergeschoss weiter.“

„Der evangelische Kindergarten wird auf alle Fälle als Mieter im Gebäude bleiben“, sagt Steidle. Ob die derzeitigen Räume des städtischen Kindergartens künftig wieder als städtischer Wohnraum zur Verfügung steht, ist dagegen noch ungeklärt. Ein Verkauf des gesamten Gebäudes – beispielsweise an die Kirchengemeinde – stehe derzeit aber nicht zur Diskussion, so Steidle.

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