Klangwelt der Ostersingwoche erfüllt die Stadtkirche

Schlusskonzert der österlichen Singtage auf dem Kirchberg findet erstmals in Balingen statt – Eintritt ist frei

Balingen/Kirchberg, 08.04.2010

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Seit Jahrzehnten leitet Kirchenmusikdirektor Rolf Schweizer auf dem Kirchberg bei Renfrizhausen regelmäßig Singwochen für Chorsänger an Ostern und Weihnachten. Erstmals ist das Abschlusskonzert mit Orchester dieses Mal nicht in Sulz, sondern in der Balinger Stadtkirche.

Grund für den Ortswechsel ist das Musical „Der Weg“, das am kommenden Wochenende vier Mal in der Holzhauser Panoramahalle aufgeführt wird. Da wollte sich das Sulzer Dekanat freilich nicht selbst Konkurrenz machen. „Balingen hat bei mir einen guten Klang“, sagt Schweizer. Immerhin hat auch der Balinger Bezirkskantor Wolfgang Ehni einst bei Rolf Schweizer, dem ehemaligen Landeskantor von Baden, einen Kurs mitgemacht. Die Balinger Stadtkirche kennt Professor Schweizer zwar nur flüchtig, doch ist er überzeugt, dass es auch dort einen klangvollen Chorabend geben wird. Wie immer haben Rolf Schweizer und seine Tochter Felicitas Schweizer-Kostner wieder eine Instrumentalgruppe engagiert, die zu den 64 Chorsängern stößt, um am Samstag, 10. April, das stark eine Stunde dauernde geistliche Konzert in der Balinger Stadtkirche zu bestreiten.

In Sulz ist man nach Jahrzehnten schon gewohnt, dass Konzerte mit Rolf Schweizer nicht nur etwas zum Zuhören sind. Der Professor will nämlich nicht nur die Teilnehmer seiner Singtage zum ganzheitlichen Musikerlebnis führen, sondern auch das Publikum beim Abschlusskonzert aktiv mit einbeziehen. Deshalb hat Schweizer dieses Mal unter anderem das Chorlied „Damit aus Fremden Freunde werden“ aus seiner eigenen Feder, das man auch im Kirchengesangbuch unter der Nummer 657 findet, ins Programm aufgenommen. Seit Dienstag erarbeiten sich die Teilnehmer der Singtage im Berneuchener Haus auf dem Kirchberg das Programm. Einstudiert werden sowohl A-capella-Werke der Renaissance und der Romantik als auch kleinere Kantatenformen des Barock und der Klassik für Chor und Orchester. Die Händel-Arie „O hätt ich Jubals Harf‘ und Miriams süßen Ton“, wird von der Sopranistin Marianne Meybier-Mohr gesungen. Die Teilnehmer der Singtage im ehemaligen Dominikanerinnenkloster auf dem Kirchberg sind oft selbst Chorleiter in ihren Heimatgemeinden und kommen vor allem aus Südwestdeutschland, aber auch von weiter her.

Das Konzert in der Balinger Stadtkirche beginnt um 19 Uhr. Präsentiert werden Werke von Händel, Hammerschmidt, Buxtehude, Torelli, Gabrieli, Homilius sowie eine Eigenkomposition von Professor Rolf Schweizer. Der Eintritt zum Konzert ist frei, Spenden werden entgegen genommen.

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