Kann Kupfer schwimmen?

„Forschertag“ begeistert Viertklässler der Engstlatter Langwiesenschule

Balingen, 31.03.2010 von Rosalinde Conzelmann

Wer forscht, muss viel experimentieren. In der Schule ist das manchmal schwierig. Voller Begeisterung stürzten sich deshalb 50 Viertklässler bei ihrem Forschertag auf die Stationen an richtigen Werkbänken.

Die Viertklässler der Grund- und Haupt mit Werkrealschule aus Haigerloch-Stetten und der Engstlatter Langwiesenschule waren aufgeregt an diesem Dienstagmorgen, denn die Gelegenheit einmal in einer richtigen Firma unter echten Bedingungen zu arbeiten, bekommt man schließlich nicht alle Tage. Ermöglicht hat den „Forschertag“ die IHK Reutlingen im Rahmen ihres Projektes „Wirtschaft macht Schule“. In der Engstlatter Firma Formenbau Müller fand die IHK einen Kooperationspartner.

Nicht nur, dass Firmenchef Karl-Heinz Müller sich bereit erklärte, seine Werkstatt für die jungen Forscher zu öffnen. Sein Ausbilder Heinz Malthauer und die beiden Auszubildenden Marvin Müller und Julian Fecker hatten sich richtig viel Mühe gemacht und für den Besuch aus den beiden Schulen mehrere Forscherstationen mit Fragebögen vorbereitet. „Natürlich ist das aufwendig für uns“, meinte Malthauer – „aber schließlich soll es den Schülern Spaß machen und sie sollen etwas dabei lernen.“

Dass dieser Lerneffekt gegeben war, zeigte sich beim anschließenden Arbeiten an den Stationen. Denn die Schülerinnen und Schüler waren mit großem Eifer dabei. Unter anderem wurde die Leitfähigkeit verschiedener Materialien wie Stahl, Kupfer, Aluminium, Messing und Holz getestet und die Ergebnisse dokumentiert. Die Viertklässler überprüften auch die Brennbarkeit oder die Schwimmfähigkeit dieser unterschiedlichen Werkstoffe. Ebenfalls wurde festgestellt, wie magnetisch die einzelnen Materialien reagieren. Wer Fragen hatte, durfte sich an Malthauer oder die beiden Auszubildenden wenden.

Die Langwiesenschüler, die von ihrer Schulleiterin Ute Hausch und einer Lehrerin begleitet wurde, sind im übrigens bereits forschungserfahren, denn an der Grundschule läuft seit drei Jahren ein weiteres wissenschaftliches Kooperationsprojekt mit dem Bildungshaus. Drei- bis Zehnjährige sollen bei dem Projekt „3 bis 10“ von- und miteinander lernen. Dies bedeutet, dass die Viertklässler regelmäßig in den Kindergarten gehen, um den Kleineren ihr Wissen weiterzugeben. Da war der gestrige Tag natürlich eine Fundgrube neuer Erkenntnisse und Ideen, die die 23 Viertklässler beim nächsten Besuch im Kindergarten weitergeben werden.

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