Das Ehrenamt hat ihn immer begeistert
Hans Wochner aus Dotternhausen wird 80
Dotternhausen, 27.03.2010 von Siegfried Seeburger
Er wurde am 28. März 1930 in Tübingen als zweites Kind der Eheleute Thomas und Aloisia, geb. Hahn, geboren. Zusammen mit vier Geschwistern wuchs er in der elterlichen Landwirtschaft in Dotternhausen auf. Sein Bruder Kurt verlor mit 20 Jahren bei einem Unfall das Leben.
Nach dem Besuch der Volksschule in Dotternhausen erlernte er bei Rohrbach Zement das Schlosserhandwerk. Anschließend arbeitete Hans Wochner einige Jahre bei der Firma Bizerba, bevor er zum Zementwerk zurückkehrte und als Sprengmeister „Chef des Schieferbruchs“ wurde. Danach wechselte er in den Kalksteinbruch auf den Plettenberg und war dort für die Kalksteingewinnung verantwortlich – bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1993.
Im Jahr 1956 hatte er Ilse geb. Schuler geheiratet. Aus der Ehe gingen zwei Kinder mit jetzt sechs Enkelkindern hervor. Neben Beruf und der elterlichen Landwirtschaft engagierte sich Hans Wochner ehrenamtlich in Dotternhausen und hat dabei das Leben und die Entwicklung in seinem Heimatdorf stark mitgeprägt und beeinflusst.
Über elf Jahre war Wochner im Kirchengemeinderat tätig und zusätzlich im Gemeinderat von Dotternhausen. Aktiv beteiligte er sich am Vereinsleben. Bis zu seinem 25. Lebensjahr spielte er Fußball beim SV Dotternhausen und leitete 15 Jahre lang die Jugendarbeit des Vereins. Danach stellte er sich über zwei Jahrzehnte als Schiedsrichter zur Verfügung. Der SV Dotternhausen ernannte ihn zum Ehrenmitglied. Sein Herz schlug aber mit großer Leidenschaft für den Gesang.
Singen war für den Jubilar stärkendes Lebenselixier und ein starkes Band für Kameradschaft und Fröhlichkeit. Nach dem Krieg sang er im Kirchenchor, gehörte zu den ersten, die den Liederkranz wieder mit Leben erfüllten und dem gemischten Chor bis zum Jahr 2008 die Treue hielt. Von 1977 bis 1987 war er Vorsitzender des Liederkranzes. Unter seiner Leitung fand im Jahr 1981 das Gauliederfest in Dotternhausen statt. Für seine großen Verdienste wurde er zum Ehrenmitglied und zum Ehrenvorsitzenden des Liederkranzes ernannt.
Nicht nur hier, sondern auch beim Schiedsrichterchor wurde seine starke und sichere Tenorstimme geschätzt. Dort sang er fast 30 Jahre lang und erlebte dabei große Erfolge bei zahlreichen Veranstaltungen und Chorreisen. Schmerzhaft war für Hans Wochner der frühe Tod seiner Ehefrau Ilse im Jahre 1986. Heute lebt der Jubilar zurückgezogen in seinem Haus, wo er sich nach wie vor mit dem Chorgesang eng verbunden fühlt – jetzt verbringt er viel Zeit mit dem Hören von Chormusik.
